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1. Mai 2018: Lohndiskriminierung

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Weg von der Lohn­dis­kri­mi­nie­r​ung hin zur Ein­stel­lungs­dis­kr​i­mi­nie­rung

Und wenn die Lohndiskriminierung weg wäre, was dann? Dann haben die Frauen doch einfach schlechtere Chancen bei einer Neueinstellung, weil die Risiken, dass Frauen schnell wieder kündigen, nur noch Teilzeit arbeiten wollen oder Kinder kriegen hoch sind. Mögliche Schwangerschaft, Reduktion des Arbeitspensums oder Kündigung aus Rücksicht auf den Arbeitsplatz und/oder Wohnort des männlichen Partners sind die Hauptgründe für die Lohndiskriminierung der Frauen. Dazu kommen die Kosten der Einarbeitung und Finanzierung der Stellvertretung oder des Ersatzes nach einer Kündigung oder bei Teilzeitarbeit. Die Frauen zahlen mit ihren tieferen Löhnen eine Risikoprämie, unschön, aber nachvollziehbar aus Sicht des Arbeitgebers; wie bei Bankkrediten und Versicherungsprämien,​ bei denen schlechte Schuldner mehr bezahlen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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44%
(9 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte May 2018

Wirklich korrekt muss es doch heissen:

"Gleicher​ Lohn für GLEICHE LEISTUNG". Intellektuell oder (physisch) leichte Büroarbeiten kann die Frau natürlich eben so viel wie ein Mann - oder sogar mehr - leisten für den Arbeitgeber. Fragwürdig wird es eben dann, wenn physische Kraft erforderlich ist, wo eine zwangsläufig zierlichere Frau naturgemäss nur ungefähr die Hälfte zu leisten imstande ist. Und genau dies lässt sich nun halt mal nicht sozialistisch in einer globalisierten brutaen Arbeitswelt beseitigen, weil da eben alleine die Leistung zählt.


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40%
(10 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte May 2018

Elsi D. Stutz sagte gerade eben

Aha! Darum!

Und die Risikoprämie für das Burnout meines Arbeitskollegen infolge Scheidung, bezahl dann wohl auch ich, als vollberufstätige, kinderlose Frau. Und die Risikoprämie für den Macho mit Rücken, infolge Kündigung, dann ja ebenso. Und, und, und....

Danke Herr Schneider, da fühl ich mich doch gleich viel weniger diskriminiert.
zum Glück habe ich keine Zeit zum Erbsen zählen! Da Rauch ich lieber noch eine. ab sofort ohne schlechtes Gewissen ohne aufzustempeln, denn ich bin eine Frau! Also ist meine Raucherprämie, bei der Lohndiskriminierung inklusive!



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50%
(14 Stimmen)
Bruno Zoller sagte May 2018

Es gibt auch immer mehr Männer die wegen Familiennachwuchs ihr Pensum reduzieren (für die dann ebenfalls ein Ersatz gesucht und eingearbeitet werden muss).

Das Schwangerschaftsrisik​o rechtfertigt die Lohnungleichheit in keiner Weise (vor allem wie gesagt in der heutigen Zeit nicht mehr). Lohnungleichheit ist ein alter Hut der dringend abgeschafft gehört.


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50%
(14 Stimmen)
Werner Nabulon sagte May 2018

Eine, die Problematik beim Lohn der Frauen ist jener, dass die Arbeit welche im Haushalt, beim erziehen der Kinder nicht als Arbeit akzeptiert wird. Mann, irgend wann einmal damit begann, die Frau als NUR Hausfrau und Mutter zu erniedrigen. Nebst dem dass die monotheistischen Religionen, Judentum, Christentum, Muslime, die Frau als Zweitrangig eingestuft haben, es immer noch tun.

Und ausgerechnet die Sozis haben die Frauen erniedrigt, zu einfachen Bedingungen einfache Arbeiten in der Industrie zu tätigen,....sind bis heute über die NUR Hausfrau hergezogen.

Eine heute Emanzipierte Frau, lässt sich von politischen SchwäzerInnen alles Art nicht mehr dreinreden, was sie zu tun hat, ob Beruf auswärts, oder Beruf zu Hause als Hausfrau, Erzieherin, Mutter, .....


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40%
(15 Stimmen)
Emil Huber sagte April 2018

Der Arbeitgeber stellt die Geschäftsidee ev. Erfindung sowie die Infrastruktur und den Arbeitsplatz zur Verfügung, aber er zahlt nicht die Löhne, er verteilt nur Kunden bzw. Investorengelder.
Da​her macht auch die Aufteilung der Sozialabgaben auf Arbeitnehmer / Arbeitgeber keinen wirklichen Sinn.


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35%
(17 Stimmen)
Georg Bender sagte April 2018

Herr Schneider

Warum aus Sicht des Arbeitgebers, welcher weder für das Erwerbseinkommen noch für die Sozialausgaben aufkommt?

Der Konsument und Nutzer sowohl in der Real- als auch Finanzwirtschaft generiert mit der ihm zugeordneten Kaufkraft die Umsätze. Gewinne und Ersparnisse können einerseits aus Geldbesitzumlagen (freiwillig oder Verlust) und Geldmengenerhöhung entstehen und nicht aus Geld- und Güteraustausch, sondern nur Geld- und Gütertausch.

Diese​n Unterschied sollten die Menschen verstehen, dann würde der 1. Mai genutzt, um eine Bedingungslose Grundsicherung auf Antrag zu verlangen.

Das Geldsystem in seiner Entstehung (aus dem Nichts), Funktion (Geldkreislauf) und Auswirkung in der arbeitsgeteilten Wirtschaft verstehen, würde die Gesellschaft verändern, weil man endlich begreifen würde, das Geld nicht knapp ist, sondern von den einfältigen Ökonomen (dämlichste Denklehre), knapp organisiert wird (Lohnsumme anstatt Umsatz als Rückfluss)!


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