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Alles wird besser: Die USR III heisst neu „Steuervorlage 17“

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https://www.derbund.c​​​h/schweiz/standard/​t​i​efere-gewinnsteue​rn​-k​oennten-firmen-​anz​ieh​en/story/1417​1055​

Wo bloss hat Bundesrat Maurer das Charisma versteckt, dass er brauchen wird um seine „Steuervorlage 17“ am Volk vorbei zu schmuggeln?

 

 

Diese​​ schlecht getarnte Unternehmensbesteueru​​​ng III folgt dem gleichen Prinzip wie Donald Trumps Steuerpolitik:

  • Verbre​​nne möglichst viel Geld und prahle dann damit, dass die Raumtemperatur etwas ansteigt.
  • Behaupte, dass alle von dieser Wärme profitieren, obwohl die Plätze am Feuer nur für die grössten Unternehmen reserviert sind. Während Bevölkerung, Mittelstand und kleine Betriebe frierend umher hetzen müssen um den Brennstoff für das Feuer unter Ihren Matratzen herauszuklauben oder die fehlenden Aufträge zu kompensieren - weil Bevölkerung und Staat ihr Geld ja nun lieber verbrennen.
  • Lächle schliesslich noch süffisant in die Runde und verkünde, dass Sport und Wettbewerb doch fit halten.

 

Ueli Maurer braucht also dringend Charisma: Er muss schon viel Begeisterung bei einem Investor wecken können, wenn er ihm ein Projekt als alternativlos verkaufen will, welches die nächsten 20 Jahre mindestens 50 Milliarden kostet. In der Regel reichen da vage mündlichen Aussagen nicht, dass sich das Projekt in „5 bis 20 Jahren“ schon auszahlen werde. Vor allem dann nicht, wenn der Anbieter in der Vergangenheit die Kosten bereits beinahe um den Faktor 10 zu tief veranschlagt hat!

 

Liebe Politiker:

Das Volk wird sich vom Ueli nicht überzeugen lassen. Wenn Diese Vorlage für die Schweiz so wirklich dringlich ist: MACHT SIE BESSER!

 

Die nicht budgetierten Schlupflöcher der USR II müssten zuerst mal anstandslos geflickt werden. Dann darf die Vorlage kein so grosses Fass ohne Boden sein. Schätzungen über dynamische Effekte sollten entweder das Stadium von „vagen mündlichen Aussagen“ souverän überwunden haben oder schlicht weggelassen werden. Schliesslich dürfte der Wettbewerb unter den Kantonen nicht noch weiter angeheizt werden. Das hatten wir so alles schon recht deutlich an der Urne kundgetan!

 

Die letzten Wochen haben gezeigt, wer für die Zeche geradestehen muss: Die Leute, die sich am wenigsten an diesem teuer entfachten Feuer wärmen können haben Ihr Matratzen bereits vollständig geplündert. Damit die Unternehmen weiter entlastet werden können… sind SIE jetzt an der Reihe.

 

Feiern Sie mit!
Freuen Sie sich also mit mir auf ungebremst höhere Mieten und Krankenkassenprämien!​​​ Schwelgen wir gemeinsam in Sparprogrammen des öffentlichen Dienstes, der Spitex und allen Renten. Sehen Sie weiterhin tatenlos zu wie unverfrorene Grossfirmen mit grossen Steuerbegünstigungen ihren Wettbewerbsvorteil nutzen um den weniger steuerbeschenkten/ste​​​uerflüchtigen KMU das Wasser abzugraben um sie schliesslich aufzukaufen und auf Vordermann bringen zu können. Feiern Sie mit, wenn Sie für weniger Leistung mehr Gebühren, mehr Einkommenssteuer, höhere Mehrwertsteuer und Liegenschaftssteuer abdrücken… weil die fehlenden Milliarden ja irgendwer anbringen muss, damit das Feuer brennen kann. Sie bekommen es ja in 5-20 Jahren zurück... möglicherweise.

Solan​​​ge werden sie sich mit Sport und Wettbewerb fit halten müssen!


Kommentare von Lesern zum Artikel

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20%
(5 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2018

Herr Adrian Michel

Es geht mir um die Entschlüsselung des Zahler-Mythos, eingeimpft von der betreuten Bildung.

Den Zahler-Mythos ebenfalls von den Ökonomen kreiert, möchte ich entschlüsseln und der Bevölkerung klar machen, dass der Staat keine Einnahmen braucht um das Gemeinwohl abdecken zu können. Auch die Sozialpartnerschaft besteht nur in der zur Verfügung stellen eines Arbeitsplatzes. Das Geld aus nicht getilgten Bankkrediten und nicht abgeschriebenen Bankinvestitionen stammt vom Konsumenten oder Nutzer mit dem ihnen daraus zugeordneten Gegenwert der Arbeit und Ersatzanspruch.

Gegen eine Steuerreform welche den Rückfluss senkt, wäre nichts einzuwenden, wenn die Volksvertreter, mangels Verstand, nicht gleichzeitig Einsparungen für das Gemeinwohl vornehmen! Geldsystem nicht verstanden.

Im Verstehen dieser Zusammenhänge, müssen die Gemeinwohlausgaben einzig auf den Nutzen für Mensch und Umwelt überprüft werden.





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29%
(7 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2018

Diese Diskussion müsste es nicht geben wäre der Zahler-Mythos entschlüsselt?

Vie​lleicht geschehen noch Zeichen und Wunder und die Geldsystemlehrmeinung​ der Fakultät Ökonomie wird als bewusste Irreführung erkannt?
Damit verbunden ist der mittels Gehirnwäsche derselben Fakultät, eingehämmert Zahler-Mythos, um das Führungsinstrument Unterdrückung erfolgreich umsetzen zu können.
Ich hoffe sehr, dass ich es noch erleben darf, dass die Gesellschaft endlich aufwacht und erkennt, dass sie mit dem zugeordneten Gegenwert der Arbeit oder Ersatzanspruch am Wirtschaftskreislauf nur als Gelddrehscheibe teilnehmen. Das Geld steckt im Preis des Endproduktes, welcher vom Konsument oder Nutzer mit dem ihnen zugeordneten Nettogegenwert der Arbeit, getauscht wird. Bei Nachfrage der Arbeit oder Ersatzanspruch (Renten etc.), fliesst das Geld über Dritte wieder zurück. Bei Geldzufluss aus Geldmengenerhöhung (kein Austausch von Lohnausgaben zu Lohneinnahmen), entstehen Arbeitsplätze, Gewinne und Ersparnisse. Das Geldvolumen für den Ersatzanspruch aus Umlageverfahren muss einmalig für eine Monatsrente gebildet werden. Die einfältige Addition für eine willkürlich gewählte Periode ist sinnlos und verwirrt den Geist! Die entsprechende Volumenbildung ist Aufgabe der Wirtschaft, welche die Gewinne aus der Geldmengenerhöhung nicht anteilig in die Sozialwerke fliessen lassen muss. Warum eigentlich? Eine Kreditrückzahlung kann nur mit Gewinnen/Ersparnisse erfolgen! Es wäre so einfach, wenn man die Vertreter der Fakultät Ökonomie nicht befragen würde und sich eher an das eigene Denkvermögen erinnern könnte?

Das Wichtigste bleibt: Mit dem Nettogeldwert der Arbeit bestreitet man den Lebensunterhalt. Dafür ist einzig die Wirtschaft zuständig! Ohne Geld kein Markt. Geld braucht jedoch kein Wettbewerb, es wird von wem auch immer, seit jeher aus dem Nichts geschöpft! Der Ersparnisanteil im Lohn verlangt eben auch nach mehr Geld! Geldschöpfung einschränken heisst sich selber einschränken! Blöd oder?





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29%
(7 Stimmen)
Giorgio Plaz sagte March 2018

USR III war für mich "trickle down" (schlecht) kombiniert mit offener wirtschaftlicher Aggression gegenüber anderen Staaten (race to the bottom).

Zeitgemäs​sere Sicht:
Durch Senkungen von Unternehmensbesteueru​ng, speziell auch Senkung von Gewinnsteuern, wird die "soziale Marktwirtschaft", die ein wesentlicher Antrieb in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts war und zu Wohlstand in der breiten(!) Bevölkerung geführt hat, beendet.

Sie dazu zum Beispiel: Makroskop 8b-Privileg: Bombe mit Spätzünder, von Werner Biedermann:
https://​makroskop.eu/2018/03/​8b-privileg-bombe-mit​-spaetzuender/

Auc​h erfreulich ist, dass zumindest in deutschen Fachmedien nun auch moderne Erkenntnisse ankommen, die zuvor nur in den USA (England, Australien) im Rahmen von MMT diskutiert worden sind:

"Der gefährliche Mythos, dass der Staat für die Finanzierung seiner Ausgaben Steuereinnahmen benötige, müsse dringend entzaubert werden, wenn er nicht unweigerlich das Fundament unserer Geldwirtschaft untergraben soll."
Quelle: Makroskop Steuerfinanzierung von Staatsausgaben: Ein notwendiger Mythos? von Paul Steinhardt.
https://​makroskop.eu/2018/03/​steuerfinanzierung-vo​n-staatsausgaben-ein-​notwendiger-mythos/

Ich und Georg Bender haben schon viele Male darauf hingewiesen und es auch begründet, teilweise bis in die Details der Operationen (Staat, ZB, GB) in der Welt der Bilanzen (Vimentis & Politnetz).

Wie lange gehts, bis die Diskussion auch die Schweizer Politik und Finanzwirtschaft erreicht?
Hoffen wir, nicht zu lange!



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20%
(10 Stimmen)
jan eberhart sagte March 2018

Die rot-Grünen in den Städten werden schon sehen, wenn all die Firmen und reichen Privatpersonen weggezogen sind, wer nun ihr schönes leben finanziert.

Trump hat gerade Tiefsteuern durchgesetzt und würde nur zu gern mehr Arbeitsplätze für sein "America great again".

Dann streicht man eben 3 Nullen und schon ist die Inflation besiegt.


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25%
(8 Stimmen)
Georg Bender sagte March 2018

Herr Adrian Michel

Es ist richtig, dass die Steuerreform ein Spiel von Ahnungslosen für Ahnungslose ist! Buchgeld kann im Gegensatz zu Notengeld nicht verbrannt werden. Verbrennen ist eine strafbare Handlung von Eigentum des Staates. Wir sind nur Besitzer!


Sich an das eigene Denkvermögen erinnern, das Gelernte (Manipulation) hinterfragen, kann zu Veränderungen führen? Zitat Henri Ford, 1863-1947: “Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, wir hätten zeitnah eine Revolution des Geistes!”.

Würden die Menschen verstehen, dass Ihr Einkommen zuerst in Umlauf gebracht werden muss, also ausgegeben, bevor man den zugeordneten Rückfluss, hier an den Staat, vornehmen kann, dann würde sich die Diskussion endlich auf der Ebene befinden, welche im Einklang mit dem Geldsystem stehen würde!

Alles andere ist Milchbüechli-Rhetorik​, welche auch BR Maurer natürlich anwenden muss! Die Diskussion rund um das Vollgeld, zeigt doch deutlich, wie wenig die Menschen die Auswirkung des Geldflusses in der arbeitsgeteilten Wirtschaft verstehen kann oder darf?

Wenn die gewählten Regierenden endlich begreifen könnten, dass der Staat die Währungshoheit besitzt, demnach nicht Schuldner seiner eigenen Währung sein kann, wie es die Fakultät Ökonomie als Betrug kreiert und lehrt, dann wären auch die Existenzkämpfe und Armut beendet! Fast alle Ökonomen und Regierende könnten gemeinsam in die Wüste auswandern um Vorort zu jammern, es hat zu wenig Sand (Geld) um genügend Sandburgen bauen zu können?


Stephani​e Kelton aus dem Web: pufendorf-gesellschaf​t.org (empfehlenswert)
Übersetzt sagt sie, dass die Regierung erst Geld ausgibt und dann einen Teil dieses Geldes als Steuern und Beiträge wieder einzieht und einen anderen Teil als Staatsanleihen zurückbekommt. Ausgaben finden vor Steuern und Verschuldung statt – Moderne Geldtheorie MMT. Man braucht Wählerstimmen und Interessengruppen, nicht Steuereinnahmen, um den Ball ins Rollen zu bringen. Dazu betont Stephanie Kelton auch, dass das Defizit des Staates einem Überschuss im privaten Sektor entspricht.






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50%
(10 Stimmen)
jan eberhart sagte March 2018

Es ist einfach, sollen die ausländischen Firmen abwandern, weil die Schweiz auf Venenzuela macht, damit die SP-Elite sich gemütliche Genossenschaftswohnun​gen bauen kann mit Millionären?




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