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Raus aus der NATO, aber subito!

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Baden, 10. April 2018
 
Offener Brief an den Bundesrat und das Parlament der Schweizerischen Eidgenossenschaft
 
S​​​ehr geehrte Bundesräte/innen, Ständeräte/innen und Nationalräte/innen!
 ​​​​​​​​​​​​
Als Mensch, Schweizer, Oblt a.D., Familienvater und Arzt nehme ich die derzeitige rasche geopolitische Eskalation mit grösster Besorgnis zur Kenntnis. Wir standen seit 1962 vermutlich noch nie derart nahe an einem Atomkrieg wie heute. Dies scheint aber kaum jemanden zu interessieren.
 ​
Nac​​​​​​​​​​hdem sich der dilettantisch inszenierte “Fall Skripal” als propagandistisches Eigentor erwiesen hat, fordern die Präsidenten/innen Trump, Macron, May et al. derzeit eine “starke Reaktion” der “westlichen Wertegemeinschaft” gegen den demokratisch gewählten syrischen Präsidenten Assad und gegen die seit sieben Jahren unglaublich leidende Bevölkerung Syriens.
 
Die einzige "starke Reaktion", welche die "westliche Wertegemeinschaft" heute zeigen muss, besteht meines Erachtens aber vielmehr darin, dass die Bevölkerung der NATO-Mitgliedstaaten die sie wohl am liebsten in den dritten und vermutlich letzten Weltkrieg hinein manipulierenden wahnsinnigen Regierungen wieder zur Vernunft bringt.
 
Ic​h denke, bevor wir uns über "Syrien" von "Psychopathen" in den dritten Weltkrieg hinein manipulieren lassen anstatt gemeinsam für die Vernunft und für den Frieden hinzustehen, sollten wir alle die Tatsachen akzeptieren, ob sie in unseren ideologischen Kram passen oder nicht.
 
Wir haben das CIA/USA/NATO-Standard​​​​​​​​​​​​​procedere​ zum Regime change einer in Ungnade gefallenen Regierung eines Vasallenstaates oder zwecks Übernahme eines weiteren Staates als Vasall ausserhalb von Ethik und (Völker)recht durch (terroristische) Destabilisierung deren Staaten, Entwertung deren Regierungschefs bis zu einem "neuen Hitler" und schliesslich mehr oder weniger gewaltsame Installierung einer genehme(re)n Marionettenregierung unter dem Vorwand der Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der Demokratie und der Menschenrechte bereits gefühlte 100 Mal 1953 im Iran, 1954 in Guatemala, 1960 im Kongo, 1973 in Chile etc. pp. und, in neuerer Social Media-Zeit, beispielsweise in Jugoslawien, im Irak, in Libyen, in Tunesien, in Ägypten und in der Ukraine, bestenfalls tatenlos toleriert, schlimmstenfalls durch ihre PSYOPs verstärkende eigene Social Media-Aktivitäten überhaupt erst ermöglicht.
 
Wolle​​​​​​​​​​​​​n wir uns bei Syrien im Ernst gleich verhalten? Und wollen wir darob den dritten und vermutlich letzten Weltkrieg riskieren? Ich will dies nicht, zuallererst nicht für unsere Kinder und Enkel!
 
Es darf in unserem privaten und öffentlichen Leben nur eine Richtschnur geben, die Moral und das (Völker)recht. Und da ist es nun einmal so, dass in Syrien völkerrechtskonform einzig Syrien, Iran und Russland präsent sind, alle anderen Staaten und deren Söldner wider das Völkerrecht.
 
Wie vor exakt einem Jahr bei der Befreiung Ost-Aleppos aus der Gewaltherrschaft von der "westlichen Wertegemeinschaft" unterstützten "moderaten Kopfabschneidern" kündigt Präsident Trump an, aus Syrien abzuziehen und PENG lanciert Präsident Assad ein paar Tage später ausgerechnet am Vorabend eines weiteren grossen Sieges über die USA/NATO/Golfstaaten/​​​​​​​Israel-Mujah​​e​d​d​i​n​ in Ost-Ghouta wieder einmal einen der bisher nie bewiesenen Giftgaseinsätze. Vermutlich hat er realisiert: "Jessas, ich stehe vor der totalen Befreiung Syriens, das darf doch nicht sein. Ich muss unbedingt (wieder) die ganze Weltgemeinschaft gegen mich aufbringen: Bitte, bitte, lieber Donald Trump, bleib hier!" Also bitte, dies glaubt kein verantwortungsvoller vernünftiger Mensch!
 
Und von den "White Helmets", gegründet von einem MI6-Agenten und vom Westen mit hunderten Millionen Dollar unterstützt, weiss mittlerweile jeder Interessierte, dass sie nur dilettantisch inszenierte fake-news-PRopaganda für Al-Qaeda et al. produzieren. Wer bloss deren PRopaganda verbreitet verhält sich, als ob er im Prozess gegen Thomas N. nur den Täter und nicht auch dessen Opfer angehört hätte.
 
Die einzige “starke Reaktion”, welche wir neutralen vernünftigen Schweizer/innen meines Erachtens zeigen sollten: Sofortiger Austritt aus der NATO-Partnerschaft nicht für Frieden sondern, seit 1999 (Jugoslawien), für Angriffskriege wider das Völkerrecht und, dadurch wieder neutral geworden, sofortiges Angebot und Bereitschaft, 24/7 zwischen den USA und Russland zu vermitteln.

Mit grösster Hochachtung und freundlichen Grüssen


Dr. med. Thomas Binder, Baden


Kommentare von Lesern zum Artikel

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80%
(5 Stimmen)
Emil Huber sagte Vor 26 Tagen

Interessant was Erich Gysling schreibt:

"Damals behaupteten die Politiker der USA und Grossbritanniens, Irak plane einen Angriff mit Chemie-Waffen gegen Westeuropa, besitze Langstreckenraketen und könne auch «schmutzige» Atom-Geschosse lancieren. Alle (von Colyn Powell, damals US-Aussenminister, bis hinauf zu George W. Bush und in Grossbritannien Tony Blair) wussten, dass nichts von alledem der Wahrheit entsprach – es waren glatte Lügen."

https://ww​w.infosperber.ch/Arti​kel/Politik/Mittelost​-Die-Zeichen-stehen-a​uf-Sturm


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71%
(7 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte Vor 27 Tagen

Konsequenterweise müssten Sie, Herr Binder, gleichfalls
"Raus aus der UNO, aber subito!" fordern.
OSZE, WTO, IWF, EU, verschiedene NGOs
Alle diese Organisationen sind kritisierbar.
Zu allen diesen Organisationen können Sie unvorteilhafte Videos auf Youtube finden.
Auch kritische Zeitungsberichte und Bücher finden Sie bei Google zu Hauf.

Bei allem Respekt für Ihre ständige Suche nach der wirklich wahren Wahrheit - Sie suchen am falschen Ort. Und sie kriechen immer wieder den falschen "Informanten" auf den Leim. Schade für die Energie, die Sie aufwenden.

Interes​sant finde ich, dass Ihre Artikel, besonders jene, die sich mit der Wahrheitsfindung befassen, jeweils auf grosse Zustimmung stossen.


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50%
(8 Stimmen)
Giorgio Plaz sagte April 2018

@ Georg: Ok, ich bin einverstanden mit Dir. Und mit Herrn Binder auch.


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64%
(11 Stimmen)
Yvonne Bloch sagte April 2018

Die Nato wird zum Angriffspakt (1999)

Während in der Schweiz über die neue Bundesverfassung abgestimmt wurde, fand in der Nato eine gewaltige Umwälzung statt. Am 24. April 1999 verabschiedeten die Regierungsvertreter der Nato-Staaten in Washington ein neues "Strategisches Konzept". Mit diesem wurde die Nato zum Angriffspakt. Die Regierungsvertreter ermächtigten sich selbst, Angriffskriege zu führen. Als angeblich ausreichende Gründe für militärische Angriffe werden Bedingungen genannt wie Rohstoffmangel, unzureichende Reformen, Terrorismus.

Sogar​ der frühere amerikanische Aussenminister Henry Kissinger warnt - aus welchen Gründen auch immer - vor der neuen aggressiven Nato. Die neue Nato-Doktrin bezeichnet er als "erschreckende Revolution":

"Jene​, die für geschichtliche Tatsachen keine Antenne haben, erinnern sich offenbar nicht daran, dass die juristische Doktrin der nationalen Souveränität und das Prinzip der Nichteinmischung am Ende des verheerenden Dreissigjährigen Krieges entstanden sind. Damals waren etwa 40 Prozent der westeuropäischen Bevölkerung im Namen konkurriender Versionen der universellen Wahrheit ums Leben gekommen. (....) Verlieren Grenzen erst einmal ihre sakrosankte Qualität, wie definiert man dann den "casus belli" für die humanitären Interventionskriege des neuen Glaubens?"
(Welt am Sonntag 15.8.1999 "Die erschreckende Revolution in der Nato" Henry Kissinger)


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85%
(13 Stimmen)
Alex Müller sagte April 2018




In Syrien herrscht die Familie Assad in der zweiten Generation. Von demokratischer Wahl würde ich da nicht sprechen. sonst gäbe es ja diesen schrecklichen Krieg gegen die eigenen Bevölkerung nicht. Assad hat "Freunde" die ihm helfen. Russland bekam dafür einen militärischen Stützpunkt im Mittelmeer. Die Türkei "hilft" auch. Aber natürlich nur, um gegen die Kurden Krieg zu führen. Saudiarabien, welches den IS unterstüttz hat, treibt ihre wahabistische Leseart des Islam in der ganzen Welt voran.
Die Frage ist nun, welche Rolle spielt der Westen? Hat die NATO eine Vorstellung, wie sie nur eines dieser Kriegsgebiete zum Frieden führen wollen oder können? Amerika ist mit Trump zu einem "Zufalls-Garant"gewor​den. Seine stündliche Launenhaftigkeit arbeitet den Chinesen und Russen geradezu in die Hände. Die NZZ titelte unlängst: "Trump pokert, China spielt Schach".
Ich denke, es wäre gut, wenn die Schweiz sich nicht ganz von der NATO "einnehmen" liesse.Sondern weiterhin Angebote macht, Freidenskonferenzen abzuhalten oder Vermittlerdienste zu leisten. Wie z.B. zwischen Nord- und Südkoreas Grenze.



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