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Verbesserungen bei den KESB

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In einem Vor­stoss ver­langte ich, dass der Bun­des­rat in Bezug auf das neue Kin­des-und Er­wach­se­nen­schutz​­recht KESR kan­to­nale Um­set­zun­gen in di­ver­sen Be­rei­chen ver­glei­chen sol­le. Der Bun­des­rat ist be­reit, ge­wisse An­pas­sun­gen zu prü­fen. So z.B. sol­len na­he­ste­hende Per­so­nen in allen Pha­sen des Ver­fah­rens bes­ser ein­be­zo­gen wer­den.

Ganz wichtig ist, dass mehr Behörden als bisher über die angeordneten Massnahmen informiert werden müssen. So soll künftig auch die Gemeinde informiert werden und ein Lehrer, der eine Gefährdungsmeldung bei einem Schüler gemacht hat, kann so eine Rückmeldung erhalten. So kann das Kind optimal behandelt werden und der Lehrer tappt nicht im Dunkeln über die Massnahme.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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56%
(9 Stimmen)
Hans Knall sagte June 2017

Noch mehr Behördeninformitis von KESB über EBG, EKF, SODK und SHMK bis EXIT bringt dem verwalteten Betroffenen gar nichts, seinem Umfeld und Familie zusätzlich unüberwindbare bürokratische Hürden und Millionen von weiteren verblödeten Steuermillionen.

M​ein Vorschlag: Das Ganze Halt! Zurück zum viel persönlicheren und verständnisvolleren Vormundschaftssystem der Vor-KESB-Bevölkerungs​drangsalierungs-Ära.


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64%
(11 Stimmen)
Kurt Meister sagte May 2017

Es ist gut, wenn sich Politiker um dieses Thema mehr kümmern. Die Suche nach dem gemeinsamen Nenner sollte sich am Wohl der Betroffenen orientieren und nicht an Finanzen und subjektiver Betrachtung.
Das Image der Behörde verursacht die hohe Stellenfluktuation und ist der sonst schon schwierigen Situation nicht förderlich. Leider ist es so, dass die Probleme mit dem Kinderschutz viel mehr Beachtung erhalten und die mit Erwachsenen in den Hintergrund treten müssen, oder nicht zur Diskussion stehen. Als Beistand mit und vor der Einführung der KESB fällt mir besonders auf, dass die Kantone sehr unterschiedliche Prozesse und Verordnungen haben, innerhalb der Kantone sind diese noch unterschiedlich nach Region, bzw. Bezirken. Das sorgt bei Umzug der Betroffenen zu grossem Zusatzaufwand und erneuter materieller und psychischer Belastung.
Der Papierkrieg ist zum grössten Teil unzumutbar, sowohl für Betroffene und Beistände, das haben die Aussagen von Beiständen an KESB Veranstaltungen klar ergeben und war meist 1. Thema.
So wird auch zu wenig der Versuch gemacht, die Verbeiständeten besser zu schulen und Ihnen das Rüstzeug zur Selbstverantwortung zu vermitteln, ein Thema, das sicher schwierig ist, aber aus finanziellen Gründen beachtet werden sollte, ebenso zum besseren Selbstverständnis beitragen würde.
Schlecht gelöst und unterschiedlich ist auch der Instanzenweg bei Differenzbereinigunge​n mit der KESB als Behörde. Der Einbezug von Angehörigen und nahen Bekannten sollte unter Beachtung des Einverständnisses der Verbeiständeten zur Selbstverständlichkei​t gehören, denn nur so wird sich vor Allem die Situation der Erwachsenen, wie auch der Kindesschutzprobleme verbessern lassen.
Ein mE grosses Problem ist auch das absolut nicht mehr zeitgerechte SchKG von dem wohl die meisten Fälle im Erwachsenenschutz betroffen sind.
Der Bund hat hier die Aufgabe der Koordination und diese muss er wahr nehmen.
Nur gute Noten erteilen genügt nicht.


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89%
(9 Stimmen)
Alex Müller sagte May 2017

Wenn ein Lehrer bei einem Kind Auffälligkeiten im Verhalten sieht, kann er sich bei einem Psychologischen Dienst melden (Je nach Kanton oder Stadt gibt es einen Schulpsychologischen Dienst, Kinderpsychiatrischen​ Dienst). Der Dienst kann den Lehrer zuerst beraten und um Bericht bitten.
> Das Problem dabei :
Je nach Schulort gibt es verschiedene Abläufe > Elterngespräch mit Lehrer. . Elterngespräch mit Lehrer /Schulleiter oder Schulpräsident. Daraus kann sich der weitere Ablauf ergeben:
- Haben alle das Gefühl, es liege beim Kind eine Situation vor, die fachliche Beratung benötigt (starke Stimmungsschwankungen​, Konzentrationsproblem​, Traurigkeit, grosse Weinerlichkeit, Zornanfälle ohne sichtbaren Anlass, öfter Schulschwänzen ohne Grund, Ängstlichkeit, Schläfrigkeit, nicht altersgemässes Fabulieren. grosse Leistungsschwankungen​ etc.), so kann den Eltern empfohlen werden, einen Psychologischen Beratungsdienst aufzusuchen. Dazu kann die Schule mit den Eltern abmachen, dass man sich in der Schule und zuhause besonders um das Kind bemüht.
- Geben aber die Besprechungen mit den Eltern eher Anlass zur Sorge, das Kind könnte sich in einer schwierigen familiären Situation befinden (Trennung, Scheidung, Suchtproblematik bei Eltern, Wegfall durch Tod, Strafsachen bei Elternteil, Streit zwischen Angehörigen etc.).So können die Schulbehörden auf Grund der Kinderschutzartikel der KESB eine Meldung machen.(Früher war das das Bezirks-Jugendamt). Die KESB wird dann ihrerseits die Eltern und das Kind zu Gesprächen einladen. Meist wird eine psychologische oder psychiatrische Untersucheng bei Kind gemacht. Daraus ergeben sich verschiedene Hilfsmöglichkeiten (Spiel- oder, Gesprächstherapie, Stationärer Aufenthalt in einer Kinderbeocbachtungsst​ation, Plazierung in einer Tagesschule mit Kleinklassen, oder in einem Schulheim mit Kleinklassen und Therapieangeboten, Ellterngesprächen.


> Nun kommt es aber nicht selten vor, dass Eltern /alleinerziehende Mütter oder Väter, sich selber an eine obgenannte Behörde wendet, weil sie sich mit der Erziehung des Kindes überfordert fühlen. Da ist es besonders heikel, wenn Herr Vieli fordert, dass der Lehrer über "Massnahmen" informiert werden solle. Es gilt, dass Eltern die Schule nicht darüber informieren müssen, was sie privat an Erziehungsberatung einfädeln. Denn es könnte ja auch sein, dass während der Beratung herauskommt, dass ein Kind bei einem Lehrer ganz unglücklich fühlt.
Wenn eine Umplatzierung in eine Institution oder in eine andere Schule als fachliche Lösung gesehen wird, so wird der Lehrer von der Schulbehörde oder den Eltern informiert. Ein Anrecht einzubauen ist unnötig.


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