Abstimmungen, Initiativen > National > Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative),

Das Vollgeldbegehren ist gefährlich

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Liebe Eidgenossen

Vollgeld ist nicht krisensicher!

Wenn Ihr Euch auf die Nationalbank verlassen wollt, bedeutet dies eine gefährliche Zentralisierung Eures​ wichtigsten und einzigen Rohstoffes, mit dem Ihr so meisterhaft effizient und human umzugehen versteht.

Klar, Ihr habt Fehler gemacht, wie jedes andere Land auch. Ihr habt Mafiagelder gewaschen, ausländische Steuerhinterzieher «beraten» usw. Ihr und Eure Banken haben dafür bezahlt. Und aus dem neidischen Ausland Häme bezogen. Weltweit verglichen steht die Schweiz jedoch sehr gut da.

Nun gibt es da einige mit einer verrückten Idee. Und mit diesem Irrsinn wollt Ihr nun alles zu Nichte machen. Roulette - rien ne vas plus - im höchsten Grad. Eine Handvoll Verantwortliche der Nationalbank sollen über Sein oder Nichtsein bestimmen.

Zentral geleitet.

Zentral wie Brüssel.

Unglaublich unschweizerisch!

Jene​, die am meisten gegen die Staatsmacht brüllen, verlangen jetzt plötzlich Zentralgeld.

Das kann kein intelligenter Mensch verstehen.

Als Deutscher bin ich zuversichtlich, dass Ihr liebe Eidgenossen, diese Tollkühnheit haushoch bachab schickt.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(6 Stimmen)
Walter Pinot sagte Vor 18 Tagen

Es scheint mir eine Grundsatzfrage zu sein: was bedeutet "krisensicher"? Was sind die Erwartungen? Es ist allgemein bekannt, dass es hohe Sicherheiten gibt jedoch nicht eine 100%ige (mal abgesehen vom Tod der das irdische Leben beendet).
Und wie so manches hat die Medallie 2 Seiten. Weshalb sollen die Banken "ihr" eigenes elektronisches Geld herstellen dürfen um damit Handel zu ihren eigenen Gunsten zu betreiben? Haben die hiesigen Geldinstituten nicht viel, ja sehr viel Vertrauen zumindest auf's Spiel gesetzt?
Wenn ich in dieser Frage urteile so schenke ich der SNB eindeutig mehr Vertrauen als den übrigen Banken im Land.
Ist ja schon etwas seltsam, dass eben die Banken betr. der Initiative mit Angst operieren müssen. Ist ja irgendwie auch verständlich, da es um ihre eigenen Interessen und Pfründe geht....
Ich lasse mich auch in dieser Frage nicht einschüchtern noch in Angst und Schrecken verleiten.

PS: Hr. Franz Krähenbühl: Sie schreiben ...Zentral wie Brüssel. Ich habe noch nie gelesen noch gehört, dass die Währungsunion wegen ihrer zentralen Verwaltung bzw. dem ESZB in die negativen Schlagzeilen kam, im Gegensatz zur EU. Sind Sie bei einer Bank oder Werbefirma für die Banken angestellt?


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33%
(9 Stimmen)
Urs Gassmann sagte Vor 20 Tagen

„Vollgeld ist nicht krisensicher!“ – das jetzige Regime ist es aber bestimmt auch nicht. Es wäre hilfreicher gewesen, nicht bloss ein Katastrophen-Szenario​ auszurufen, sondern etwas Substanzielles über deren Ursache und vor allem die Konsequenzen für das gesamte Schweizervolk anzugeben. Nach einer allfälligen Annahme der Initiative sollte ein Ausführungsgesetz dafür sorgen, dass eine „Handvoll Verantwortlicher der Nationalbank“ eben doch nicht tun und lassen kann, wie sie will. Bei solch plakativen reinen Beschimpfungen werde ich argwöhnisch, weil mich diese Totschlags-Argumente an die Gegenpropaganda – vertreten von ausschliesslich partikularinteressier​ten Grüppchen - zu früheren Vorlagen erinnern, aber beim Souverän gleichwohl nicht ankamen, und nach deren Inkraftsetzung sich herausstellte, dass sich die prophezeite Apokalypse mitnichten einstellte. Wie es wirklich herauskommen würde, kann kein Mensch voraussagen. In dieser Angelegenheit selbst mit Unverstand geschlagen, habe ich bisher immerhin begriffen, dass das Hauptargument der Gegner sich auf die Gefährdung der Krediterteilung fokussiert. Ich bin kein Kreditnehmer und hätte deshalb wohl kaum etwas zu befürchten, habe aber mitbekommen, dass die diesbezüglichen Verhältnisse sich als sehr luftblasenartig ausnehmen, was mir ziemlich orientalisch vorkommt. Möglicherweise könnte sich ein Banken-Run auch einmal in der Schweiz anbahnen, doch Vollgeld sollte verhindern, dass die Banken ihre Tore dann einfach abriegeln. Erwiese sich Vollgeld als Pleite, was durchaus möglich ist, so denke ich, alles könne später rückgängig gemacht werden. Herr Krähenbühl ist vielleicht ein gewieftester Nationalökonom; vielleicht hat er recht, doch seine alle Superlativen der Schwarzmalerei enthaltende Brandrede ergeht unangekränkelt von der Erkenntnis, dass nichts in Stein gemeisselt ist.


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18%
(11 Stimmen)
Emil Huber sagte Vor 20 Tagen

@Krähenbühl

Unser Bargeld kommt auch nur von der Nationalbank und ist wie Sie sagen, auch zentralisiert.
Auch das Buchgeld für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr wird nur von der Nationalbank erzeugt.
Gab es je Probleme deswegen?

Mit Vollgeld wird einfach das Buchgeld auf den Konten zu elektronischem Bargeld, heute haben wir mit dem Buchgeld einfach nur ein Versprechen auf Geld.

Wenn man Pech hat geht es mal so ab wie in den 90ern. Kunden der Thuner welche 220 Millionen Franken Privat- und Geschäftsvermögen verloren haben.

https://www​.derbund.ch/wirtschaf​t/standard/Bankencras​h-in-Thun-erschuetter​te-1991-die-Schweiz/s​tory/19639955

Es gibt zwar heute eine Einlagensicherung, doch diese ist beschränkt.
Auszug aus dem Beobachter:

"Für die Sparer bedeutet die Obergrenze: Geht eine mittlere Bank oder eine der Grossbanken pleite, reichen die sechs Milliarden nicht, um den Kunden 100'000 Franken auszahlen zu können. Man muss mit empfindlichen Kürzungen rechnen. Und die Auszahlung der restlichen privilegierten Forderungen könnte erst erfolgen, wenn Aktiven der Bank verflüssigt wurden."

Es ist besser, vor einer Krise zu reagieren als erst nachher, daher Vollgeld JA!


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25%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 20 Tagen

Herr Franz Krähenbühl
Ihre Liebe zur Schweiz hat schon fast nationalistische Züge? Als Schweizer gehe ich damit souverän um!
Unsere Nationalbank ist in unserem Land nicht in Brüssel!

Haben Sie meinen Abgleich zu den Erläuterungen des BR beim Vitali oder Landolt gelesen?
Betrügereie​n en masse (intelligent?)

Als​ intelligenter Mensch, mache ich mir Gedanken, kritisiere und mache Gegenvorschläge, so wie ich es eigentlich von Regierenden eines souveränen Staates erwarte!

Die Geldschöpfung ist Mittel zum Zweck und soll Leistung (Produktivkraft) zur Abdeckung der Bedürfnisse ermöglichen. Das Phantom Steuer- oder Sozialzahler ist im System nicht enthalten, sondern eine Erfindung der Ökonomen, eingehämmert als Irrglaube in den Denkvermögen!

Grun​dsatz: Eine staatlich verordnete Geldschöpfung darf niemals ein Delkredererisiko beinhalten:

Nun die korrekte Organisation um den Spieltrieb der Ökonomen ein zu dämmen:
1. Zentralbank:
Rechtsn​atur Aktiengesellschaft verboten.
Eigengesch​äfte klar definiert zulassen (Wettbewerb darf nur begründet beeinträchtigt werden.
Liquiditätss​piel für die Geschäftsbanken als unnötig einsehen und kassieren.
Zins- und Schuldenfreie Abdeckung der Gemeinwohlaufgaben des Staates (Rückfluss zur Preisstabilität zuordnen = Parameter Umsatz an Konsument und Nutzer sowie Vermögen (Erbschaft und Lohnsumme kassieren).
2. Geschäftsbanken
Geld​schöpfung nur mit Kreditvergaben erlaubt
AK = Delkredererisiko = Rendite-Beteiligung

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