Sprache: F
Sicherheit, Kriminalität > Armee,

Kanonenfutterarmee

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Kanonenfutterarmee

Im​ Rahmen der Zerschlagung der Armee bedient sich der Bundesrat verschiedener irreführender Begriffe, um zu verschleiern, was wirklich passiert. So nennt er sie "WEITERENTWICKLUNG". Aber auch den Verbänden werden Stärke vermittelnde Begriffe, wie "Division" und "Brigade" gegeben, dabei handelt es sich bestenfalls um verstärkte Regimenter. Damit lassen sich natürlich auch einige der im Verhältnis zur zerschlagenen Armee unverhältnismässig hohen Zahl von 50 Offizieren im Generals-rang entsprechen Ränge als Divisionär und Brigadier verleihen. Früher wurden solche Verbände von Obersten geführt. Aber da der Bundesrat selber sagte, es gehe nicht mehr um den Erhalt der „VERTEIDIGUNGSFÄHIGKE​IT“, sondern nur noch um die „VERTEIDIGUNGSKOMPETE​NZ, das SAVOIR-FAIRE“, d.h. das Wissen, wie man kämpfen würde, hätte man noch eine Armee, und auch das nur – so der Bundesrat – im „KLEINSTMÖGLICHEN UMFANG“, entspricht die im Abbruch befindliche Armee diesen bundesrätlichen Vorgaben.

Am 24.02.2018 veröffentlichte die Basler Zeitung aus Anlass des ersten Jahresrap-ports der Mechanisierten Brigade 4 ein Bild mit Kommentar unter dem Titel „ENTSCHEIDUNG ERZWINGEN“. Im Text wird noch als Kernaufgabe die „VERTEID-IGUNG“ genannt. Dazu folgendes: Die "Brigade" verfügt erstens über keine Kampf-verbände. Sie hat ein Stabsbataillon, 2 Aufklärungsbataillone​, 2 Artillerieabteilungen​ und ein Pontonierbataillon. Mit diesen Mitteln kann sie keine "Entscheidung erzwing-en", noch den Kernauftrag "Verteidigung" erfüllen. Die beiden Mechanisierten Brigaden 1 und 11 sind die einzigen für den modernen Krieg geeigneten verstärkten Regimenter, verfügen sie doch über ein Panzer-, zwei mechanisierte Bataillone und eine Artillerieabteilung (und unterstützende Aufklärungs- und Sappeurverbände).

Die​ 4 sogenannten Territorial-"Division​en" verfügen über je 4 Infanterie- bzw. Gebirgsinfanteriebata​illone, die laut den eigenen Worten des Bundesrates nur über eine "beschränkte Verteidigungsfähigkei​t" verfügen.  Schwere Unterstützungswaffen gibt es in diesen "Divisionen" nicht. Weder die „Divisionen“ noch die Bataillone verfügen über Luftabwehrmittel. In den Bataillonen gibt es nur schultergestützte Panzerabwehr und ein paar kleinkalibrige Minenwerfer für die Feuerunterstützung beim lokalen Kampf der Infanterie gegen unbewegliche und ungeschützte Ziele. Gegen moderne Gegner ist diese Bewaffnung praktisch wirkungslos. Daneben verfügen sie noch über Bataillone für andere Aufgaben, aber nicht den Kampf.

Dann gibt es noch ein "Kommando Spezialkräfte", dem 2 Grenadierbataillone angehören. Mangels schwerer Mittel und Feuerunterstützung auch chancenlos.

(Wir bräuchten selbstverständlich kampfkräftige Infanterie-, Gebirgs- und Grenadier-bataillone,​ aber nicht solche, auch Rettungs-, Sanitäts-, Geniebataillone u.a. sind begründet, aber nur als Teil einer insgesamt kriegstauglichen Armee).

Ganz abgesehen davon, haben unserer Soldaten bis auf weiteres auf dem Gefechts-feld keine Chance, weil wir noch lange nicht - falls überhaupt je - über eine wirkungs-volle Luftabwehr und Luftwaffe verfügen werden. Sie werden von einem Gegner sofort ausgeschaltet. Mit anderen Worten, unsere „weiter entwickelte“ Armee besteht aus Kanonenfutter. Den wichtigsten Verfassungsauftrag – die „Kriegsverhinderung“ – kann sie nicht erfüllen. So sind wir selbstverschuldet wehrlos im nächsten Krieg.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]



50%
(2 Stimmen)
Hans Knall sagte April 2019

Für Kapitulanten würde es sich lohnen, auch das Beispiel Vietnams zu studieren. Dieses Volk hat sich gegen die Invasionen, grausamen Bombenteppichen und ausrottungsartigen Gemetzel der zu ihrer Zeit stärksten Armeen der Welt durchgesetzt. Zuerst gegen Frankreich, dann gegen die Amerikaner. Heute präsentiert sich Vietnam als Pionierland und wirtschaftlicher Tiger kurz vor dem Sprung. Einzig die immer noch tief kommunistisch durchdrungene Obrigkeit hemmt ihn noch.

Und warum nicht auch das Beispiel Afghanistans, dessen Volk sowohl die gesamten hochgerüsteten Sowjettruppen wie auch die US-Army herself aus dem Land gejagt hat und ebenfalls noch nie besiegt wurde?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

67%
(3 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte April 2019

Wie lange konnten europäische Länder einen Angriff abwehren?

1938 Österreich 0 Tage
1939 Tschechoslowakei 2 Tage
1939 Polen 50 Tage
1939–1940 Griechenland 174 Tage (Italien und Deutsches Reich)
1940 Luxemburg 1 Tag
1940 Belgien 5 Tage
1940 Niederlande 3 Tage
1940 Frankreich 17 Tage
1940 Dänemark 2 Tage
1940 Frankreich 40 Tage
1940 Norwegen 29 Tage
1941 Jugoslawien 11 Tage

Die Schweiz könnte sich demnach höchstens einen Monat lang verteidigen, dies nach jährlichen Milliardenausgaben für die Armee ... Dennoch bin auch ich dafür, eine starke Landesverteidigung aufzubauen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

38%
(8 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2019

"Ganz abgesehen davon, haben unserer Soldaten bis auf weiteres auf dem Gefechts-feld keine Chance, weil wir noch lange nicht - falls überhaupt je - über eine wirkungs-volle Luftabwehr und Luftwaffe verfügen werden. Sie werden von einem Gegner sofort ausgeschaltet."

Si​e sehen das schon richtig, Herr Frick, die gegenwärtige Armee wäre nach DREI TAGEN ausgeschaltet. Die Frage ist, ob man sie deshalb nach Ihren Vorschlägen hoch aufrüsten soll. So wäre sie dann erst nach DREI WOCHEN vernichtet. Deshalb sind hier die Vorstellungen über das Mass der Aufrüstung unterschiedlich.

1​) Die Schweiz könnte einen militärischen Angriff von aussen nur nachhaltig abwehren, wenn sie Hilfe von aussen bekäme. Sie würde ja kaum allein angegriffen.

2) Terroristische Angriffe mit Waffen kann sie mit guter Aufklärung zum Teil verhindern. Da bestehen also Chancen.

3) Bei "Cyberattacken" hat die Schweiz bei entsprechender Aufrüstung gute Chancen.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

56%
(16 Stimmen)
Karlos Gutier sagte February 2018

Ich war noch in der Felddivision 6, ein starker, kräftiger Verband der keinen Gegner zu fürchten hatte, wir hätten es mit jedem dazumal aufgenommen!

Die Sowjets sowie die US-Army sahen in unsrer Armee ein starke Kampkraft und im Volk den Willen Unabhängigkeit und Freiheit aufs äusserste zu verteidigen. Sie respektierten uns.

Heute sind wir leider weit davon entfernt und werden nicht mehr Ernst genommen.

Eine starke Armee garantiert den Frieden, das ist ganz klar, schwäche wie heute provoziert zum Angriff !


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



57%
(14 Stimmen)
Emil Huber sagte February 2018

Wenn auf die Schweiz ein Angriff mit einer EMP Waffe stattfindet da nützen Panzer, Flieger etc. gar nichts.
Denn dann steht in unserer hochtechnisierten von sensibler Elektronik geprägten Schweiz fast alles still.
Kein Telefon, kein Internet, keine Kreditkarten, keine Logistik, kein Wasser mehr usw. dadurch würde die Schweiz ev. auch Nachbarländer stillstehen.
Andre Blattmann hatte wohl deshalb dazu geraten, sich mit Lebensmittel, Taschenlampen, Wasser etc. genügend einzudecken.

https://www.welt.de​/wissenschaft/article​112021103/Wie-man-ein​-Land-mit-einer-Blitz​waffe-lahmlegt.html

Man würde sowieso besser mal die Ursachen von Kriegen beseitigen. Meist geht es dabei um Geld, bestehend aus bedrucktem Papier oder Buchhaltung mit Zahlen im Computer.
Damit hat sich der Mensch (unnötig) eine enges Korsett geschaffen welches immer wieder zu Krisen, Machtkonzentrationen und riesigen Unterschieden bei der Bevölkerung bezüglich Güter & Einkommen gebracht hat.

Die Geldmenge wächst stetig, aber 3/4 des neuen Geldes landen in der Finanzwirtschaft, wo es lediglich die Preise verändert. In der Realwirtschaft und dem Staat hört man dagegen ständig, das Geld fehlt, das Geld ist knapp usw. Einerseits will man Wachstum, und gleichzeitig sparen, wie soll das aufgehen?

Welche Macht hält eigentlich die Menschen davon ab, dies zu ändern?

"Wir betrachten Geld als etwas Selbstverständliches,​ und tatsächlich manipuliert es uns in Richtungen hinein, die die meisten Leute nicht wollen würden, wenn sie wüssten, was los ist."

Bernard Lietaer international renommierter Währungsexperte.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

92%
(13 Stimmen)
Alex Müller sagte February 2018

Herr Frick,
Was mir zu Ihrem Bericht in den Sinn kommt:
- In einem Armeebericht, welcher noch zur Zeit Ueli Maurer's im VBS erstellt wurde, waren die Mängel aufgelistet. - Was von dem dann auch umgesetzt werden konnte, weiss ich nicht.

- Welche Verteidigungstaktik eignet sich heute für unser Land? Sollen wir eine topmoderne Luftüberlegenheit und Luftabwehr anschaffen? Hilft das gegen Kontinentalraketen?
​​- Oder sollen wir alle Militärdienstpflichti​​gen eine Grundausbildung verpassen, welche eher auf die Verteidigung am Boden ausgerichtet ist ? (Häuserkampf in kleinen Gruppen, Guerillas in Privatautos, tragbare Panzerabwehr, Sprengmittel, Landminen, mobile Sanitätsstellen, Aktivierung aller Bunkeranlagen, welche man heute als unnütz betrachtet? ).
- Denn verfolgt man heutige Kriege, werden diese fast ausschliesslich gegen die Zivilbevölkerung und Zivileinrichtungen geführt. Am Beispiel von Syrien ist es sogar Asad, der die eigene Bevölkerung bombardiert, vertreibt. Asad selber meldet sich nicht zu Wort, er macht keine Angebote an "sein" Volk. einziges Ziel, die Rückeroberung des Territoriums. Der Wiederaufbau er zerstörten Städte und Dörfer dürfte so fast nicht mehr möglich sein.
-am Beispiel Mianmar, wo - wiederum die eigenen Regierung - hinter den geflohenen Rohinghas, ihre sehr gepflegten Dörfer und Felder mit Baggern umpflügen lässt, kann man sehen dass im Namen von Religion, oder Ideologie "alles erlaubt ist", was eben Religionen sonst verbieten.
- Rüstungsfirmen arbeiten an Systemen, welche selber agieren. Roboter, Drohnen, Panzer, Flugzeuge, Raketen - alles ferngesteuert. " Ausprobiert" werden diese Dinge auf aktuellen Kriegsschauplätzen.
- Für die Schweiz bleibt darum die Frage bestehen, welches Verteidigungskonzept uns im Falle eines Krieges in Europa, ein Überleben ermöglichen.? Ist eine Besetzung der Schweiz eine denkbares Szenario?



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Antworten auf diesen Beitrag



57%
(14 Stimmen)
Hans Knall sagte February 2018

So wie Sie das darstellen, Herr Müller, ist es in Syrien sicher nicht.

Die reguläre Syrische Armee bekämpft in gewissen Regionen bewaffnete, irreguläre Rebellen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Regierung in Damaskus zu stürzen.
Diese „Rebellen“ feuern Raketen aus bewohnten Gebieten des von ihnen „beherrschten“ Territoriums gegen Stadtquartiere der Hauptstadt, wo ausschliesslich Zivilisten wohnen.

Die Armee macht sehr wohl Angebote. Den Zivilisten empfiehlt sie, das umkämpfte Gebiet zu verlassen und den Rebellen, sich zu ergeben. Würden die Angesprochenen darauf eingehen, würden die Kampfhandlungen und Bombardierungen sofort enden.
Die total unterlegenen Rebellen haben offensichtlich überhaupt keine Chance mit kriegerischen Mitteln ihr Ziel zu verwirklichen und terrorisieren sowohl die Zivilbevölkerung der von ihnen unterdrückten Regionen wie auch die Zivilbevölkerung im von ihren Geschossen erreichbaren Gebiet darum herum.

Ist es da unverständlich, dass sich die Armee eines Staates für die Wiederherstellung einer stabilen Ordnung verantwortlich fühlt? Die Vorstellung, dass in dieser Situation die Diplomatie eine Chance hätte ist realitätsfremd.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



82%
(11 Stimmen)
Gotthard Frick sagte February 2018

Sehr geehrter Herr Müller, wenn Sie mir an die Adresse gohefrick@gmx.ch Ihre e-mail Adresse schicken, sende ich Ihnen per Email eine Schrift, die Ihre Frage beantwortet. Falls Sie die Druckausgabe wollen, können Sie mir Ihre Postadresse schicken.
Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



64%
(11 Stimmen)
Hans Knall sagte February 2018

Ebenfalls für Sie, Herr Mülller:

http://21​stcenturywire.com/201​8/02/24/ghouta-terror​ists-fire-70-missiles​-damascus-targeting-h​umanitarian-corridors​/


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

50%
(10 Stimmen)
Alex Müller sagte February 2018

Herr Knall,
im Kriegsgebiet Syrien tummeln sich verschiedene Akteure. Ich sehe zum einen Asad, der seine Diktatur verteidigt und niemals abtreten kann - weil er sonst wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden würde.
die folgen seiner Art zu regieren, hat die Rebellion ausgelöst. Daneben hat sich der IS gleichzeitig in der ganzen Region starkgemacht. Die Hilfe Russlands an Asad kam ihm gelegen. Der Preis dafür: Russland wird in seinem Land bleibend einen festen Platz haben mit Marinehafen und Luftwaffenstützpunkt.​ Somit ist das Mittelmeer nicht mehr Europäisch dominiert.
Nun zu Ihrer Meinung, dass Asad das Recht hat , die Souveränität in seinem Land wiederherzustellen. Das stelle ich nicht einmal in Frage, wenn es um einen Rechtsstaat gehen würde. Aber wie er das macht, ist eine andere Sache. Im Falle der "Säuberung" der umkämpften Gebiete siehe ich bildhaft gesehen etwa so: Sagen wir 400 000 Syrer wohnen dort. Darunter gemischt 4000 Gegner ( "Rebellen", islamistische Kämpfer, nicht identifizierte Kämpfer aus andern Ländern. Auch aus Europa). Statt diesen Bewohnern zu Hilfe zu kommen und Quartier um Quartier zu befreien, belagert er das Gebiet, sagt, die Bevölkerung soll auf eigenes Risiko fliehen.Das Militär hilft nicht dabei. Dann wird der Ort komplett zerstört. Und die sog Rebellen sind jetzt zum Teil einfach an einem andern Ort. Darum sagte ich ja, ein Wiederaufbau alle dieser Zerstörungen in Syrien kann mit Asad oder auch ohne ihn fast nicht mehr geschafft werden. Und was bleibt? Mehrere Millionen von Syrern leben in Lagern in der Türkei, im Irak, im Libanon. Sie werden wahrscheinlich noch sehr lange dort ausharren müssen. Oder sie dürfen nie mehr zurückkehren. Denn ich vermute sogar, Asad möchte sich um sein Volk gar nicht mehr kümmern wollen. Denn wer nicht für ihn stimmt, wird zum "Rebellen" gemacht.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



56%
(9 Stimmen)
Hans Knall sagte February 2018

Die Situation in Ost Ghouta die Sie beschreiben, also 4‘000 Terroristen halten 400‘000 „Zivilisten“ in Schach und kämpfen gleichzeitig gegen die Syrische Armee, ist nicht sehr wahrscheinlich, Herr Müller.

Wenn das so wäre, dann müsste ja jeder einzelne Terrorist (inklusive Funker, Köche, Fahrer usw) jeweils gleichzeitig je 100 Einwohner unter permanenter 24-Stunden-Kontrolle halten, Attacken gegen die Syrische Armee ausführen, sowie ab und zu mal schlafen und essen.
Andererseits hätten die terrorisierten Einwohner wohl nur relativ geringe Verluste zu beklagen, wenn sie organisiert gegen diese Desperados vorgehen würden. Die wären relativ rasch „manövrierunfähig“, wenn sie nicht mehr auf die vorhandene Infrastruktur der Bewohner zugreifen könnten. (Deshalb wird diese per Bombardierungen so rigoros zerstört.)

Jeder der die Grundlagen der Bürgerkriege oder der Partisanenkriege etwas versteht weiss, dass ein Gebiet nur dann gehalten werden kann, wenn sich die ansässige Bevölkerung mit den „Rebellen“ solidarisiert. Diese Weisheit können Sie sogar bei Che Guevara nachlesen.

Die „Sprachregelung“, gemäss der es sich in den umkämpften Gebieten um völlig unschuldige und friedfertige „Zivilisten“ handelt, die nichts dafür können, dass zum Beispiel aus ihren Häusern und Schulen und Spitälern Raketen auf die bewohnte Hauptstadt des Landes abgefeuert werden, und die jetzt von den „menschenverachtenden​​ Assadtruppen massakriert“ werden, hält der Wahrheit sicher nicht stand.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

60%
(5 Stimmen)
Alex Müller sagte March 2018

Die Hauptakteure in diesem jahrelange Krieg sind neben Asad eigentlich die Gegner Asads. Da sind:
- Syrische aufständische
- Saudiarabien, welches die Sunniten und Wahabisten alimentieren mit Logistik Geld und Waffen. Es ist ein Kampf gegen die Schiiten und alle anddern"Ungläubigen".​ Es geht hier auch um einen Glaubenskrieg.
- Iran gehört auch zu den Gegnern Asads. Es unterstützt verschiedene Rebellenverbände mit Waffen und Raketen. Dies auch in den Palästinensergebieten​. Darum werden sporadisch Raketen nach Israel abgefeuert .
Russland unterstützt Asad in der Luft und am Boden mit "Privat-Armee-Einheit​en der "Gruppe Wagner". Wenn es dort Tote gibt, gibt es offiziell keine russischen Opfer.
- Das verrückteste ist aber, dass die Türkei zusätzlich einen Krieg gegen Kurdengebiete angezettelt hat. Amerika unterstützt aber die Kurden, weil sie im Kampf gegen denn IS die "Bodenarbeit" gleisten haben. So stehen sich eigentlich zwei NATO-Mitglieder gegenüber.
Europa kann m.e. nicht mehr eingreifen, dafür ist es zu spät. Aber ohne Schaden kommen wir nicht davon. Ich sehe einzig Frankreich, welches ev. Tunesien oder Marokko zu Hilfe eilen würde, falls es nötig wäre.
-Bliebe noch Libyen. Nach dem Tod von Gadhafi's ist keine richtig funktionierende Regierung mehr da. Libyen hat aber Bodenschätze. Oel aber auch sehr grosse Grundwasservorkommen.​ Ein Grund mehr für weitere Begehrlichkeiten oder kriegerische Ereignisse.

Hoffen​ wir , dass es irgendwann ein Ende des komplizierten Krieges geben wird.





Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



80%
(5 Stimmen)
Hans Knall sagte March 2018

Wenn man nachliest, was die befreiten Menschen in Aleppo über die Terroristen erzählt haben, und wie die unmenschlich per Massenerschiessungen und der Verweigerung jeglicher Unterstützung der Zivilbevölkerung (Spitäler nur für eigene Kämpfer, Schulen als Verwaltungsgebäude und Waffendepots usw) mit ihnen umgegangen sind, dann habe ich vielleicht doch ein wenig übers Ziel hinaus geschossen, mit der Haltung, die Einwohner könnten sich doch einfach mit ihrer Überzahl wehren.

Aber warum können sich die normalen Bürger, also die Zivilisten nicht wehren, weder gegen den Staat noch gegen die Terroristen? Weil die Polizei, die sie eigentlich vor Verbrechern schützen sollte zum Feind übergelaufen ist oder sonstwie nicht funktionsfähig ist. Und vielleicht auch, weil die Bürger keine Waffen haben dürfen? (Es passieren drum dann viel weniger Morde und Amokläufe an Schulen…)

Diese Aufrührer-Bürger hoffen jetzt darauf, dass die reguläre Armee der Staatsmacht, die sie eigentlich „friedlich“ bekämpfen wollten, sie nun vor der irregulären Armee des Islamischen Terrorismus rettet.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



71%
(7 Stimmen)
Rudolf Hagmann sagte March 2018

Ja und unser Bundesrat ist ebenfalls dabei zusammen mit der EU unser liberales Waffengesetz "pragmatisch" zu zerstören. BR Sommaruga am Freitag in der Tagesschau.
Leider nimmt auch die FDP und die CVP die schweizerischen Waffenbesitzer nicht mehr ernst. Dieser Hochmut wird ihnen das Schengen Referendum bescheren. Um gegen Schengen zu stimmen, kann mich keinen Partei "Pragmatisch" überzeugen.
Wie gesagt nur Diktatoren entwaffnen ihr Volk.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neue Antwort verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
 







56%
(16 Stimmen)
Hans Knall sagte February 2018

Unter solchen Umständen erscheint die Dienstverweigerung praktisch als sinnvoll.
Im Ernstfall würden sowieso die meisten Soldaten entsprechende Befehle verweigern wenn ihnen von diesen Schreibtischgenerälen​ befohlen würde, sich in aussichts- und wirkungslose Einsätze zu stürzen.

Inzwischen ist es offensichtlich vorab nötig, dass neue Generationen ein echtes Heimatgefühl und entsprechenden Patriotismus entwickeln, bevor die Armee wieder zu einer von der Bevölkerung getragenen Verteidigungsarmee werden kann.

Was betrüblich stimmt: Neue Generationen erhalten ihr Heimatgefühl und ihren Wertekanon immer von den ihnen vorangegangenen Generationen vermittelt. Und da sieht es diesbezüglich schitter aus…


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?