Sprache: F
Gesellschaft > Religion,

Mehr Toleranz auch gegenüber der katholischen Kirche

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Mehr To­le­ranz auch ge­genü­ber der ka­tho­li­schen Kir­che

 

Natürlich hat der Papst, von dem ich übrigens sehr wenig halte, er kann weder intellektuell noch charakterlich seinen Vorgängern das Wasser reichen, viele enttäuscht. Aber sein Schreiben Querida Amazonia“ ist nur konsequent. Wir kritisieren immer die katholische Kirche, haben jedoch kein Hintergrundwissen, um diese Kritik wirklich zu begründen. So wird kritisiert, dass es konservativ sei die Messe mit dem Rücken zur Gemeinde zu zelebrieren. Hierbei vergisst man, dass es beim Gottesdient um einen Dienst an Gott geht. Nicht wir sind der Mittelpunkt, sondern Gott. Also wäre es nichts anderes als richtig, dass der Priester ihn anschaut und nicht uns, wenigstens während der Eucharistiefeier. Die Predigt ist dann an uns gerichtet. Aber in unserem Modernisierungswahn vergessen wir oft, dass vieles althergebrachte schon seinen Sinn hat (nicht nur bei diesem Thema).

Ähnlich ist es mit der geweihten Jungfrau, die in die Hände des Diözesanbischofs öffentlich und für immer ein Leben im Stand der Jungfräulichkeit gelobt hat und der vom Bischof die Jungfrauenweihe (Consecratio virginum) gespendet wurde.

Die Heilige Agatha war so eine Jungfrau und sie hat ihre Jungfräulichkeit selbst unter der Marter verteidigt und ist für ihre Überzeugung gestorben. Die Enthaltsamkeit hat schon kurz nach Jesus Tod eine eminent wichtige Bedeutung bekommen und das kann man nicht einfach negieren.

 

Aber heute nehmen wir eine unnötige Erweiterung des Rassismus Artikel an und fühlen uns gut, merken jedoch nicht, dass wir nur tolerant sind, wenn es uns passt. Das Zölibat passt uns nicht, also wird es bekämpft. Wer dafür einsteht, wird ausgelacht und man hält ihn für krank. Unsere Toleranz ist scheinheilig und steht auf Treibsand, sie dient uns nur, wenn es uns passt. Mensch: Es ist nicht unser Bier zu entscheiden, welche Art zu leben richtig ist, das gilt nicht nur für Homosexuelle, sondern auch für zölibatär lebende. Die katholische Kirche wird nichts gewinnen, wenn sie das Zölibat aufhebt. Und wenn sie noch mehr Mitglieder verliert, ist das ihre Sache und geht uns eigentlich nichts an. Ich fühle mich in dieser Kirche trotz all ihren Mängel wohl. Wenn sie das Zölibat und die Diskriminierung der Frauen aufheben würde, würde sie zersplittern! Das ist ein Faktum, welches wir zu akzeptieren haben. Ich glaube übrigens nicht, dass sich viel ändern würde, wenn Frauen ordiniert werden und das Zölibat aufgehoben würde.  

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

50%
(6 Stimmen)
jan eberhart sagte February 2020

Die Wahl des ersten lateinamerikanischen Papstes hat gezeigt, wohin der Weg führt.

Die Ära, wo noch die Ariostokratie in Rom oder allgemein Italiener quasi Erbanspruch auf den Papsttitel hatten, sind vorbei.

Die sinkenden Mitgliederzahlen im neu-heidnischen Europa und die steigenden Zahlen in Lateinamerika oder Afrika machen klar, wer in Zukunft bestimmt, welche Musik gespielt wird.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



10%
(10 Stimmen)
Michel Ebinger sagte February 2020

Ich merke, die Mehrheit ist nicht fähig zu differenzieren und zwischen den Zeilen zu lesen, der Hass auf die katholische Kirche vernebelt das Denkvermögen


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

67%
(9 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte February 2020

Ich sehe einen entscheidenden Unterschied zum Homogesetz.

Dieses​ fordert Toleranz gegenüber homosexuellen Menschen, die nun mal sind wie sie sind und deshalb nicht diskriminiert werden dürfen.

Das Zölibat verlangt indess, von kath. Pfaffern entgegen der eigene Natur zu leben, sprich den Sexualltrieb und jedes natürliche Bedürfniss nach Nähe zu unterbinden (unmenschlicher ginge es kaum noch).

Noch weiter voneinanderr entfernt könnten diese Beiden "Toleranzen" also kaum sein. Und all die von der kath. Kirche vertuschten Missbrauchsfälle, hängen doch direkt mit diesem Zölibat zusammen! Sollen wir da wirklich, weiterhin Toleranz walten lassen?! Sprich, weiter einfach nicht hinsehen und die heilige Kuh anbeeten?

Ich kann das mit meinem Glauben, längst nicht mehr vereinbahren und bin auch deshalb ausgetretten.





Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

70%
(10 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte February 2020

Bei den ganzen Diskussionen rund um das Zölibat oder um die Zelebrationsrichtung handelt es sich um erster Linie um innerkirchliche Diskurse innerhalb der katholischen Kirche. Natürlich äussern sich dazu auch ganz "normale" Mitglieder der katholischen Kirche und vielleicht auch ein paar, die der katholischen Kirche nicht einmal (mehr) angehören. Wenn Sie nun aber fordern, der Standpunkt des Papstes dürfe nicht in Frage gestellt werden, ist das keine Forderung nach mehr Toleranz, sondern nach mehr Obrigkeitshörigkeit.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

58%
(12 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte February 2020

Wie kann man Toleranz für so eine intolerante Institution fordern..


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

64%
(11 Stimmen)
Karlos Gutier sagte February 2020

Die kath. Kir4che hat vor etwa 1000 Jahren das Zölibat für ihre Priester erlassen, weil verheiratete Priester ihr Vermögen, Geld, Land usw. ihren Frauen vererbten, Natürlich sollte dies der Kirche zufallen daher dürfen Priester nicht mehr heiraten.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

60%
(15 Stimmen)
willi mosimann sagte February 2020

Die katholische Kirche ist doch irgendwann im Mittelalter stehen geblieben, das ist doch das Hauptproblem.
Wer sich nicht bewegt der wird bewegt, der Mitgliederschwund in der katholischen Kirche wird weiter zunehmen


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?