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Neue Ar­beits­si­cher­heit​​​s­re­geln - Prüfung nach DGUV V3

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Sicherheit am Arbeitsplatz geht vor. Das gilt ganz besonders für den Umgang mit elektrischen Geräten. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, kurz DGUV, legt daher in der Unfallverhütungsvorsc​​​hrift, der sogenannten Vorschrift 3, genau fest, wie oft welche elektrischen Geräte bezüglich ihrer Sicherheit geprüft werden müssen.

 

Ortsfeste Geräte

 

Die DGUV Vorschrift 3 unterscheidet dabei zwischen sogenannten ortsfesten und ortsveränderlichen Anlagen und Geräten wie beispielsweise die Prüfung E-Ladesäulen. In die Kategorie der ortsfesten Anlagen zählen dabei all jene Geräte, die aufgrund ihres bloßen Gewichts oder weil sie fix am Einsatzort verschraubt werden unbeweglich sind. Dazu gehören zum Beispiel Produktionsstraßen, große Werkzeugmaschinen oder Elektroverteiler. Auch Baumaschinen, die zum Beispiel auf einer Baustelle an einem festen Ort stehen, zählen in diese Kategorie. Für solche ortsfesten Anlagen sieht die DGUV V3 die regelmäßige Prüfung mindestens alle vier Jahre vor. Dabei gilt es aber zu beachten, dass unter Umständen Komponenten ansonsten ortsfester Geräte als ortsveränderlich eingestuft werden können. Dazu können zum Beispiel bewegliche Stromkabel zählen, die am Gerät ein und ausgesteckt werden können.

 

Ortsverände​​​rliche Anlagen

 

Ortsverände​​​rliche oder bewegliche Anlagen und Geräte sind dagegen all diejenigen Maschinen und Elektrogeräte, die während des Einsatzes problemlos bewegt werden können. Dazu zählen zum Beispiel so gut wie alle in Büros genutzten Geräte. Ob PCs, TFT-Bildschirme oder Ladekabel. Gerade bei der Computerausstattung werden im Rahmen der Prüfungen immer wieder Geräte herausgefiltert, die den aktuellen Ansprüchen an einen gesunden und sicheren Arbeitsplatz nicht mehr gerecht werden. Auch Wasserkocher und Kaffeemaschinen müssen, wenn sie im Betrieb verwendet werden, der DGUV V3 Prüfung unterzogen werden. Auch außerhalb von Büros gibt es natürlich viele nicht ortsfeste Geräte. Vom Sauger bis zur Schleifmaschine ist die Prüfung elektrischer Maschinen beispielsweise auch für Elektrowerkzeuge vorgesehen. Auch Kabel, Ladegeräte und Kabeltrommeln fallen in die von der DGUV V3 betroffene Klasse von Geräten. Die Prüfung elektrischer Anlagen beziehungsweise solcher ortsveränderlichen Geräte steht alle 3-24 Monate an. Dabei kommt es darauf an, wie starker Belastung die Geräte typischer Weise ausgesetzt sind. Während zum Beispiel Bohrer oder andere Elektrowerkzeuge am Bau typischerweise alle drei Monate geprüft werden müssen, werden die Geräte in Büros meist nur alle 24 Monate unter die Lupe genommen. Dabei ist aber zu beachten, dass die prüfenden Betriebe die Prüfung zu einem früheren Zeitpunkt vorschreiben können, wenn eine zu hohe Quote gefährlicher bzw. beschädigter Geräte festgestellt wird. Im Normalfall gilt hier bereits eine Quote von über 2% als Grund, die Prüfungen in Zukunft jedes Jahr durchzuführen.

 

Die Prüfung elektrischer Betriebsmittel (ortsveränderlich) nach Vorschrift 3 der DGUV übernehmen in der Regel private Unternehmen. Etwa die E+Service+Check GmbH aus Laucha an der Unstrut. Um die Prüfungen nach DGUV V3 durchführen zu dürfen, müssen Firmen wie die E+Service+Check GmbH selbst aufwändige Prüfprocedere über sich ergehen lassen, um vom TÜV das sogenannte QM-Zertifikat nach ISO 9001:2015 zu erhalten. Für Auftraggeber stellt diese Zertifizierung sicher, dass das betreffende Unternehmen zuverlässig und kompetent arbeitet.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(3 Stimmen)
Helmut Barner sagte February 2020

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