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SCHLUSS MIT DEN NEGATIVZINSEN !

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EZB, SNB und Bank of Japan haben die Leit­zin­sen nun auf unter Null ge­senkt. Es kann nicht so wei­ter­ge­hen. Das bringt u. a. unsere AHV und unsere Pensionskassen in Gefahr.

"Das Man­dat der SNB ist in Ar­t. 5 des Na­tio­nal­bank­ge­se​​​​​​​t­zes (NBG) de­fi­niert, dass die Na­tio­nal­bank die Geld- und Währungs­po­li­tik im Ge­sam­t­in­ter­esse des Lan­des führt, Preis­sta­bi­lität ge­währ­leis­tet und dabei der kon­junk­tu­rel­len Ent­wick­lung Rech­nung trägt. Die SNB ist ver­pflich­tet, für sta­bile Preise zu sor­gen. Eine An- oder Auf­he­bung der Ne­ga­tiv­zin­sen ist grundsätz­lich also erst dann zuläs­sig, wenn sich das nicht ne­ga­tiv auf die Preis­sta­bi­lität aus­wirkt. Al­ler­dings stellt sich ju­ris­tisch ge­se­hen die Fra­ge, ob diese Ziel­vor­gabe nicht im Wi­der­streit steht zur Auf­gabe der SNB, einen Bei­trag an die Sta­bi­lität des Fi­nanz­sys­tems zu leis­ten. Ne­ga­tiv­zin­sen be­feu­ern die Kre­dit­ver­gabe im Hy­po­thek­ar­be­reic​​​​​​​h und damit die Ge­fahr von Kre­dit­aus­fäl­len bei stei­gen­den Zin­sen oder sich ein­trü­ben­der Kon­junk­tur. Aus­ser­dem wird bis­wei­len ar­gu­men­tiert, die Ver­mö­gens- und vor allem die Im­mo­bi­li­en­preise​​​​​​​ seien während der Ne­ga­tiv­zin­s­phase​​​​​​​ ge­stie­gen; das Preis­ni­veau sei ge­rade wegen der Ne­ga­tiv­zin­sen nicht «stabil»."

Nach:

nz​​​​​​z.ch/wirts​chaft​/​s​c​h​w​eizerische-​​n​at​io​na​lb​ank-so​llt​e-n​​eg​ati​vzi​n​sen-​nich​t-au​​fge​b​en-​l​d.150​8671

 
Die​​ Negativzinsen sind schon lange kontraproduktiv. Dies​​​​​​​e herkömmliche Art der Notenbanken, Inflation und Deflation steuern zu wollen, funktioniert so nicht mehr. Seit Jahren ist weltweit zu viel Geld gedruckt worden, vor allem durch die USA. Nun hilft nur noch eine konsequente Begrenzung der Geldmenge.
 
"(...) W​​​​​​​ährend sich die amerikanischen Banken dank den Zinseinnahmen rasch von der Bankenkrise erholten, schmälern die Negativzinsen die Gewinne der europäischen Banken. Wen erstaunt es, dass die amerikanischen Banken vor Kraft strotzen und die europäischen an Auszehrung zu leiden scheinen? Die Negativzinsen schwächen nicht nur das für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklun​​​​​​​g notwendige Bankensystem, sondern verzerren auch den internationalen Wettbewerb.

Diese Überlegungen müssten eigentlich ausreichen, um einen Schlusspunkt unter die Negativzinspolitik zu setzen. Wenn man dann noch die übrigen, immer deutlicher werdenden negativen Folgen der Negativzinspolitik (Gefährdung der Sozialwerke, Einkommens- und Vermögensumverteilung​​​​​​​, Preisblasen auf den Wertpapier- und Immobilienmärkten und starker Anstieg der Verschuldungsquote) in Betracht zieht, lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb die Notenbanken unverdrossen an den Negativzinsen festhalten. (...)"

Nach:

nzz.ch/w​​​​​​​irtschaft/negat​i​v​z​i​n​s​en-sind-l​ae​ng​st​-k​on​tr​apr​odu​kti​v-l​d.1​508​6​65​

 
E​ine unheilige Allianz aus SP und SVP will den Pensionskassen die zwei Milliarden CHF geben, welche die Nationalbank mit diesen Strafzinsen einnimmt. Sind Sie mit dieser Forderung einverstanden, liebe Leserinnen*?
 
Den​​​​​​​​​​ bereits 2000 Leserinnen* am 22. Januar 2020 danke ich für ihr Interesse an diesem Thema. (* Männer sind mit gemeint; die maskuline Form ist in der femininen ja bereits enthalten.)​

 

Kommentare von Lesern zum Artikel

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25%
(12 Stimmen)
Emil Huber sagte September 2019

Um die Zinsen werden doch einige Märchen erzählt.
Im Blick stand mit reißerischem Titel zum Thema Negativzinsen "Jetzt, trifft's auch die Kleinsparer".

Dazu​ ist zu sagen, dass z.B bei der GKB erst ab einem Kontoguthaben von >250'000 Negativzinsen fällig werden. Bei anderen Banken ist die Schwelle gar noch höher.
Sagen Sie selbst, Herr Oberli, ist jemand mit einem Konto mit >250'000 tatsächlich für Sie ein Kleinsparer?
Die fehlenden Zinsen auf Kontos werden sehr einseitig negativ dargestellt.
Man muss sich mal vor Augen führen, was denn bei steigenden Zinsen in den Plusbereich passieren würde!
Denken Sie, dann würden die Mieten senken, glauben Sie wohl selbst nicht.

Machen wir einen Blick zurück in die Hochzinsphasen Ende 80er Anfang 90er Jahre.
Der Kleinsparer, wozu ich Leute rechne, die vielleicht ein paar Tausende oder Zehntausende auf dem Konto haben, hatten Ende Jahr ein paar Hunderter Zinsgewinn.
Aber dann kam vom Vermieter ein Einschreiben Mietzinserhöhung ab Datum xy wegen Anpassung von Hypothekarzinsen um x Prozent.
Die Teuerung betrug gemäss Landesindex der Konsumentenpreise LIK damals knapp 20%!
Und so war der Zinsgewinn auch schon wieder weg, wenn nicht gar noch mehr weg vom Geld!

Macht es die Kleinsparer tatsächlich glücklich, wenn sie zuerst etwas Zinsgewinn sehen der aber bald wieder weg ist da verzichte ich gerne auf so ein Spiel.
Meinen Sie Herr Oberli, das Zinsgeld regnet auf ihr Konto?
Zinsen wollen auch von irgendwo her "bezahlt" werden und wenn die Wirtschaft Zinsen entrichten muss wird sie diese als Preiserhöhung an die Kunden weitergeben oder meinen Sie, die zahlt das aus eigenem Sack? So ist man dann schnell mal bei einer Teuerung von 20% angelangt.

Man muss auch einmal die Vorteile der Niedrigzinsen sehen. Die Mieten blieben stabil, die Teuerung war zeitweise gar im negativen Bereich, Inflation blieb daher aus.
Einzige für die Kapital gebundene Altersvorsorge gibt es Probleme, da diese fälschlicherweise von Zinsgewinnen bis in alle Ewigkeit ausging.

Daher beantworte ich Ihre Frage "Eine unheilige Allianz aus SP und SVP will den Pensionskassen die zwei Milliarden Franken geben, welche die Nationalbank mit diesen Strafzinsen einnimmt." mit ja, aber mit der Bedingung, dass die PK's weder den Umwandlungssatz kürzen dürfen noch am reglementarischen Rentenalter schrauben dürfen.

Aber es ginge generell auch einfacher. Satt dass zuerst viel Geld in den Kapitalmarkt gepumpt wird wo die rund 2000 Pensionskassen sie dann mit Glück wieder raus fischen müssen könnte man den Vorschlag von ex. SNB Hildebrand aufgreifen.

Der lautet wie folgt:
"Es soll Geld regnen
Und zwar, indem die Währungshüter ohne Umweg private und öffentliche Investitionen mit der Notenpresse finanzieren. (Dann könnte man sich das ganze Theater mit den Finanzmärkten ersparen)
Die Notenbanken müssten einen Weg finden, damit Geld direkt in die Taschen von Konsumenten oder Unternehmen fliesst, so Hildebrand.
Die Idee dahinter ist, dass das neu geschaffene Geld nicht in Vermögenswerte, sondern direkt in Investitionen gesteckt werden soll – via Staatsausgaben, Steuersenkungen oder den Konsum."

Für mich ein guter Vorschlag, es heisst nicht umsonst "Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorne herein ausgeschlossen erscheint."

Zitat von Albert Einstein







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64%
(11 Stimmen)
E. Baumann sagte September 2019

Ist es nur die Wirtschaft, der Schaden zugefügt wird?
Sind es nicht die Sparer, denen das Vermögen geklaut wird?

Sind es nicht die Pensionskassen, sprich, ebenfalls den Arbeitnehmern und den Sparern, denen das Vermögen zusammenschmilzt?
Dank dem günstigen Geld sind wir näher an einer platzenden Immobilienblase, als uns lieb sein kann.
Die Banken werden sich schadlos halten, natürlich wieder auf Kosten der Sparer und nochmals den Pensionskassen und der AHV. Das Notengeld von der EU gehört den Sparern, der AHV und den Pensionskassen und nicht der Nationalbank.

Mich​ wundert aber das Gebaren der Nationalbank nicht. Diese ist abhängig von der Economiesuisse.
Im Bankrat der Nationalbank sitzt Herr Heinz Karrer.
Es ist störend, dass dieser Herr der Schweiz schadet, ob es nun mit der uneingeschränkten Zustimmung des Rahmenvertrags handelt, oder aber mit dieser Zinspolitik, die nicht das Ziel der Rettung der Schweizer Wirtschaft verfolgt, sondern nur der Rettung einiger Grossfirmen, die schon lange nichts mehr mit der Schweiz am Hut haben. Die KMU's werden ebenso auf die Seit geschoben, wie auch die Sparer.

Das Schneeballprinzip muss endlich ein Ende nehmen, damit die Leute wieder durchatmen können.

Die Nationalbank ist nicht der EZB und den wenigen Grossfirmen verpflichtet, welche die Arbeitsplätze bereits in den Osten, nach China, oder nach Vietnam ausgelagert haben, sondern der Schweizer Bevölkerung, die hart gearbeitet haben und die dem Lohn des Erfolges betrogen werden.


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57%
(14 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2019

Herr Oberli

Negativzins​en sind von den Multikonzernen erwünscht.

- "Kleinsparer" investieren Geld und horten es nicht auf der Bank. Und so können Banken und Konzerne auch noch das letzte Sparkapital dem Bürger entziehen.

Negativ​zinsen, sowie zu hohe Zinsen schaden Jedem. Nicht nur der Wirtschaft. Denn heute wird die Kreditkultur für Morgen entwickelt. Man stelle sich vor, dass der "Motor Wirtschaft" nicht von den frei gewordenen Sparmitteln getrieben würde.


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21%
(19 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte September 2019

12. September 2019

Auch die Bankiervereinigung fordert die Abkehr von den Negativzinsen. Der Verband der Schweizer Banken befürchtet, dass Negativzinsen längerfristig die u. a. die Wirtschaft schädigen. Er verlangt, dass die Nationalbank Gegensteuer gibt.

Mehr hier:
nzz.ch/wirtsch​aft/bankiervereinigun​g-fordert-abkehr-von-​negativzinsen-ld.1508​274


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