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Wird die Gesellschaft zunehmend nekrophiler?

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Was be­deu­tet

 

ne­kro­phil?

 

 

Vermutlich ist den meisten dieser Begriff – wenn überhaupt – nur im Zusammenhang mit der gleichnamigen sexuellen Perversion bekannt: Sex an und mit weiblichen Leichen. (In allen Fällen, von denen ich bisher gelesen habe, waren es ausschliesslich Männer, die solche Handlungen begingen.) Es existiert aber noch eine weitere Bedeutung.

 

Kurze Abhandlung über den Begriff der Nekrophilie

 

Das griechische Wort nekros bezeichnet einen Leichnam, etwas Totes und die Bewohner der Unterwelt. Im Lateinischen nex, necs einen gewaltsamen Tod oder Mord. Unverkennbar bezieht sich nekros nicht auf den Tod, sondern auf das Tote, den Leichnam und den Ermordeten (dessen Tod man anscheinend von einem natürlichen Tod unterschieden hat). "Sterben" und "Tod" haben eine andere Bedeutung; beides bezieht sich nicht auf den Leichnam, sondern auf den Vorgang des Sterbens. Die diesbezüglichen Worte heissen im Griechischen thanatos, im Lateinischen mors und mori. Die englischen Worte die und death (sowie die deutschen Worte "Tod" und "tot" gehen auf die indogermanische Wurzel dheu, dhou zurück (nach Kluge's Handbuch der Ethymologie). Das Gegenstück nur Nekrophilie ist die Biophilie, die Liebe zum Leben und zum Lebendigen.

 

In der Psychologie bezeichnet der Begriff "Nekrophilie" eine Charakter-Deformation​​​​​​​, wovon die bereits genannte sexuelle Perversion lediglich eine der möglichen Ausprägung darstellt, die wiederum in zwei Unterabteilungen zerfällt: die sexuelle (Sex mit Leichen) und die nichtsexuelle Nekrophilie (Leichen anfassen, in ihrer Nähe sein, in sie hineinkriechen, speziell sie zerstückeln wollen). Die nekrophile Charakter-Verzerrung ist im Grunde eine Steigerung und Verschlimmerung des autoritären Charakters, auch als Sadomasochismus bezeichnet, hat aber dennoch andere Ursachen als letztgenannter. Bevor die Psychoanalyse damit begann, die Ursachen diverser Neurosen, Psychosen und auch sexueller Perversionen zu untersuchen, wurde "nekrophil" ausschliesslich für Personen mit Neigungen zur tätlichen Nekrophilie, also zur sichtbaren Perversion, verwendet. Einige Psychoanalytiker wie beispielsweise Erich Fromm fanden aber heraus, daß diese extremen Handlungen lediglich die Spitze einer Entwicklung markieren, die sich schon lange vor dem Ausbrechen einer solchen Neigung im Charakter des jeweiligen Menschen etabliert hat. Bei manchen Menschen, in denen eine nekrophile Neigung durch ein "passendes" Trauma (z.B. Tod der Geliebten) verstärkt wurde, kann sich dann unter Umständen jene sexuelle Perversion entwickeln, die laut Berichten vor allem aus dem vorletzten und dem Ende des letzten Jahrhunderts meist von Leuten begangen wurden, die irgendwie beruflich oder sonst wie mit Leichen zu tun hatten, da sich aus sehr verständlichen Gründen nur sehr begrenzte Möglichkeiten bieten, diese Perversion zu befriedigen.

 

Die Leichenberufe (Totengräber, Leichenbeschauer etc.) zogen daher schon immer Leute an, die eine solche Neigung fühlten.

 

 

Eine Zweite Form der Nekropholie

 

Zurück zur zweiten Form der Nekrophilie, die oberflächlich betrachtet nicht mit Sexualität verquickt scheint. Sie äussert sich in "Handlungen reinen Zerstörungsdranges" (Fromm), die aus einer inneren fatalen Destruktivität stammen. Die erste belegte Verwendung des Begriffs "Nekrophilie" in diesem zweiten Sinne stammt von 1936 (Beginn des spanischen Bürgerkrieges) vom spanischen Philosophen Miguel de Unamuno, anlässlich einer Rede des nationalistischen Generals Millán Astray in der Universität von Salamanca, wo Unamuno damals Rektor war. Das Lieblingsmotto des Generals lautete Viva la muerte ("Es lebe der Tod"), und einer seiner Anhänger rief dieses Motto aus dem Hintergrunde des Saales. Als der General seine Ansprache beendet hatte, erhob sich Unamuno und sagte:

 

Gerade eben habe ich einen nekrophilen und sinnlosen Ruf gehört: "Es lebe der Tod!" Und ich, der ich mein Leben damit verbracht habe, Paradoxe zu formulieren, die den verständnislosen Zorn anderer erregt haben, ich muss Ihnen als Fachmann sagen, dass mich dieses ausländische Paradoxon abstösst. General Millán Astray ist ein Krüppel. Ich möchte das ohne jeden abschätzigen Unterton sagen. Er ist Kriegsversehrter. Das war auch Cervantes. Leider gibt es gerade jetzt in Spanien viele Krüppel. Und bald wird es noch mehr geben, wenn uns Gott nicht zu Hilfe kommt. Es schmerzt mich, denken zu müssen, dass General Millán Astray uns die Psychologie der Massen diktieren würde. Ein Krüppel, dem die geistige Grösse eines Cervantes fehlt, sucht sich gewöhnlich dadurch eine fragwürdige Erleichterung, dass er alles rings um sich her verstümmelt. (M. de Unamuno, 1936)

 

Da konnte sich Millán Astray nicht länger zurückhalten und rief: "Abajo la inteligencia!" ("Nieder mit der Intelligenz!") "Es lebe der Tod!" Und die Falangisten applaudierten begeistert. Unamuno fuhr fort:

 

Es ist dies der Tempel des Intellekts. Und ich bin sein Hohepriester. Sie sind es, die diesen heiligen Bezirk entweihen. Sie werden siegen, denn Sie verfügen über mehr als genug brutale Macht. Aber sie werden niemand zu ihrer Ansicht bekehren. Denn um jemand zu seiner Ansicht zu bekehren, muss man ihn überzeugen.

Und um zu überzeugen, brauchten Sie etwas, was Ihnen fehlt, nämlich Vernunft und Recht im Kampf.

Ich halte es für zwecklos, Sie zu ermahnen, an Spanien zu denken. Mehr habe ich nicht zu sagen. (M. de Unamuno, 1936)

 

Erich FROMM und die Nekrophilie

 

Fromm hatte diesen Begriff von Unamuno übernommen und das Phänomen der charakterologischen Nekrophilie seit 1961 studiert. Seine theoretischen Auffassungen hat er in der Hauptsache aus der Beobachtung von Personen in der Analyse gewonnen. Die Untersuchung gewisser historischer Persönlichkeiten – Hitlers zum Beispiel, der ein ausgeprägter nekrophiler Charakter war –, die Beobachtung von Einzelpersonen, das Studium des Charakters und des Verhaltens sozialer Klassen haben ihm zusätzliche Daten für die Analyse des nekrophilen Charakters geliefert. Aber so sehr seine klinischen Beobachtungen ihn auch beeinflusst haben, so glaubte er doch, daß der entscheidende Impuls von Freuds Theorie des Lebens- und Todestriebes ausging. Fromm war von seiner Auffassung tief beeindruckt,

 

dass der Lebenstrieb und der Todestrieb die beiden fundamentalsten Kräfte im Menschen sind;

 

aber mit Freuds theoretischer Erklärung dafür konnte er sich nicht befreunden. Trotzdem hat ihn Freuds Theorie veranlasst, klinische Daten in neuem Licht zu sehen, seine Auffassung neu zu formulieren – und so zu bewahren, allerdings auf einer anderen theoretischen Grundlage, auf klinische Daten begründet, die, wie er zeigt, die Verbindung mit Freuds früheren Befunden über den analen Charakter (der vorwiegend hortend, geizig, ordentlich und sauber ist) herstellen.

 

Die Nekrophilie kann man im charakterologischen Sinn definieren als das leidenschaftliche Angezogenwerden von allem, was tot, vermodert, verwest und krank ist; sie ist die Leidenschaft, das, was lebendig ist, in etwas Unlebendiges umzuwandeln, zu zerstören um der Zerstörung willen; aber auch das ausschließliche Interesse an allem, was rein mechanisch ist. Es ist die Leidenschaft, lebendige Zusammenhänge zu zerstückeln bzw. die Angst vor dem Lebendigen.

 

Zerstör​​​​​​​ung, Exkremente und Toiletten

 

Die Sprache eines ausgeprägt nekrophilen Menschen ist dadurch gekennzeichnet, dass er vorwiegend Worte benutzt, die sich auf Zerstörung, auf Exkremente und Toiletten beziehen. Wenn auch das Wort "Scheisse" sehr häufig gebraucht wird, so sind doch jene Leute leicht auszumachen, die es zu ihrem Lieblingswort gemacht haben und es auffallend häufig anwenden. Viele Nicknames in Foren und Chaträumen haben eine direkt an Zerstörung erinnernden Inhalt und Klang.

 

Von Lewis Mumpford stammt der Zusammenhang zwischen Destruktivität und machtzentrierten Megamaschinen, wie sie vor mehr als 5000 Jahren in Ägypten und Mesopotamien existierten. Diese mega-mächtigen Gesellschaftssysteme haben viel mit den heutigen Megagesellschaften gemein. Mumford schrieb 1967:

 

Ihrem Wesen nach waren die Instrumente der Mechanisierung vor fünftausend Jahren bereits losgelöst von menschlichen Funktionen und Zwecken, die nicht der ständigen Steigerung von Ordnung, Macht, Vorausbestimmbarkeit und vor allem der Kontrolle dienten. Mit dieser protowissenschaftlich​​​​​​​en Ideologie Hand in Hand ging eine entsprechende Reglementierung und Degradierung der einst autonomen menschlichen Tätigkeiten: "Massenkultur" und "Massenkontrolle" tauchten hier zum ersten Male auf. Mit sarkastischem Symbolismus waren die größten Erzeugnisse der Megamaschine in Ägypten kolossale Gräber, die von mumifizierten Leichen bewohnt waren, während später in Assyrien – wie auch immer wieder in sämtlichen, sich ausdehnenden Weltreichen – eine Wüstenei zerstörter Dörfer und Städte und vergifteter Boden das Haupt-Zeugnis technischer Leistungsfähigkeit war: der Prototyp ähnlicher "zivilisierter" moderner Greuel (L. Mumford, 1967).

 

Die heutige Hinwendung der Masse zu nekrophilen Charakterstrukturen beschreiben Fromm, Pongratz, Adorno, Ziehe, Häsing, Böckelmann & andere zeitgenössische Gesellschaftskritiker​​​​​​​ ungefähr folgendermassen:

 

E​​​​​​s​ sind die Sozialisations- und Assimilationsbedingun​​​​​​​gen der hochtechnisierten Welt, die die Energien der Gesellschaftsmitglied​​​​​​​er in einer paradoxen, selbstzerstörerischen​​​​​​​ Form binden und den nekrophilen "homo mechanicus" (Erich Fromm), den Automatenmenschen hervorbringen. Materiell belohnt wird gewissermassen, wer sich am erfolgreichsten zu einem Warenartikel degradiert (regrediert) und wer am erfolgreichsten

 

seine die Produktion störenden Gefühle und Impulse unterdrückt,

 

wer sich also einem gefühllosen Automaten am weitesten annähert. Davor war der sadomasochistische Persönlichkeitstyp generell der wirtschaftlich Erfolgreiche, der zwar das soziale Elend, das die Einführung seiner Manufaktur-Fabriken schuf, noch wahrnahm, der sich aber daran erfreuen konnte, wenn andere litten. Der nekrophile Charakter hat auch daran keine Freude mehr, er möchte alles leblos geordnet, sauber aufgereiht und bereit für die Zerstörung sehen. Anders ausgedrückt: dem nekrophilen Charakter genügen zur Angstabwehr und Selbststabilisierung nicht mehr die sadistische Objektkontrolle, die zwar quälen will, aber nicht töten, weil sie ja sonst sich selbst ihres Genussobjektes berauben würde. Der Nekrophile ist wie ein totes Stück Holz, das ganz tief drinnen noch etwas fühlt, aber sonst keine als wirklich empfundene Verbindung zum Aussen empfindet, so daß er das Außen nur als Bedrohung erleben kann. Erich Fromm:

 

Wenn niemand ausser mir existiert, brauche ich andere nicht zu fürchten, und ich brauche keine Beziehungen mit ihnen einzugehen. Indem ich die Welt zerstöre, rette ich mich davor, von ihr zerschmettert zu werden.

 

Beim nekrophilen Charakter

 

greift quasi der Defekt der Charakterstruktur noch weitaus tiefer in den Menschen ein, die regressive Tendenz ist noch intensiver und damit sind die ausgelösten archaischen Ängste noch überwältigender und die vernichtenden Energien noch unkontrollierbarer. Wenn wir nun die Megamaschine des allmächtigen Staatsapparates dem kleinen Bürger gegenüberstellen und uns ausmalen, welche Angst und Ohnmacht er angesichts dieses Riesenapparats empfinden muss, dann wird verständlich, warum immer mehr Menschen sich in irgendwelche Phantasien flüchten, in Drogenkonsum (Alkoholismus ist viel viel weiter verbreitet als man gemeinhin annimmt, absolute Nicht-Trinker sind die Ausnahme), sexueller Ausschweifung und sonstwelchen Kicks, die ihnen wenigstens ab und an noch das Gefühl vermitteln, sie seien lebendig. Dass ihr, die ihr das jetzt lest, das alles nicht so seht und empfindet, glaub ich euch aufs Wort, denn wir Menschen haben die unheimliche Fähigkeit, alles das auszublenden, was uns unangenehm erscheint, indem wir es unter anderem zurechterklären (rationalisieren) oder gekonnt wegschauen, weghören, wegfühlen.

 

So kommt es dann zu diesen destruktiven Verhaltensweisen wie beispielsweise in jenem Artikel eines deutschen Diskussionsforums, wo eine Userin ihren ganzen Mut zusammennahm, um über ihren Therapiebeginn zu schreiben und dafür regelrecht virtuell gesteinigt wurde. User, die ihr beistehen wollten, wurden als "edle Möchtegern-Ritter" verunglimpft. Mir tut es in der Seele weh, wenn ich sehe, wie gefühl- und rücksichtslos Menschen mit anderen umgehen, wenn ich erkenne, wie gefühllos sie selber sein müssen, wieviel Angst vor Gefühl in jenen herrschen muß, dass sie sich zu solchen Auswüchsen hinreissen lassen. Diese Gefühllosen sind nicht nur dumm, sie sind quasi Zombies, die alles zerfetzen möchten, was nach Lebendigsein und Heilung aussieht. Davor haben sie höllische Angst! Adorno nannte das die "Gesundheit zum Tode" (1951). Die vermeintlich Gesunden, die so abfällig auf Menschen reagieren, die psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, haben sie selber bitter nötig. Diese Gesunden, die sich vor Blut ekeln, aber gerne jeden Knopf zu drücken bereit sind: das popular girl und der regular guy ... "Keine Forschung reicht bis heute in die Hölle hinab, in der die Deformationen geprägt werden, die später als Fröhlichkeit, Aufgeschlossenheit, Umgänglichkeit, als gelungene Einpassung ins Unvermeidliche und als unvergrübelt praktischer Sinn zutage kommen." (Th. W. Adorno 1951) Das ist genau der Nekrophile von heute, er fällt nicht auf und passt in jeden Rahmen des gerade aktuellen technologischen Standards, der die soziale Lebenswelt durchsetzt und normt.

 

Herbert Marcuse hat schon 1967 festgestellt, dass Technik und Wissenschaft immer umfassender in den Prozess der Konstitution des Subjekts verwickelt sind. Mit anderen Worten: Technik und Wissenschaft sind längst nicht mehr auf die materielle Produktion beschränkt, sondern sehr direkt in der Bildung der Charaktere unserer Gesellschaft verstrickt. Das Produkt ist die technologische Lebensform. Habermas ergänzte 1968: "Technologie und technokratisches Bewusstsein rücken dabei in die Position ein, die ehedem herrschaftsstabilisie​​​​​​​renden Ideologien zukam. Doch wirken sie unwiderstehlicher und weitreichender als zuvor, gerade weil sie die alte Gestalt von Ideologie abstreifen und zur heute dominanten, eher gläsernen Hintergrund-Ideologie​​​​​​​ werden." Diese Ideologie ist so gut wie keiner Kritik mehr zugänglich. Baruzzi schreibt 1973 gar von einer "maschinellen Vorstruktur" der Wirklichkeitsbewältig​​​​​​​ung, aus tiefenhermeneutischer​​​​​​​ Perspektive betrachtet, die sich wie ein Schatten auf Bewußtsein und Unterbewußtsein der Menschen legt. Er meint damit, daß sich die Psyche des Menschen in immer engere, maschinell und unlebendig anmutende Formen hineinentwickelt, je weiter die technologische Entwicklung fortschreitet und je stärker diese Entwicklung die Lebensbedingungen der Menschen bestimmt.

 

Sind wir nicht gerade heute im Zeichen allgemeinen Sozialabbaus und gestiegener Zumutbarkeit soweit, daß wir, wie von uns erwartet wird, uns vollkommen ganz und gar der Maschine unterzuordnen?

 

"Ja,​​​​​​​ du bist krank"

 

Wenn also die moderne Technik zum Nährboden nekrophiler Tendenzen wird, dann hauptsächlich deshalb, weil sie den traditionellen Rahmen des wirtschaftlich-indust​​​​​​​riellen Gefüges sprengt, indem sie auf die soziale Lebenswelt der Menschen übergreift und sich letztere unterordnet. Wir dürfen heute doch nicht einmal mehr entscheiden, ob wir krank sind, egal wie wir uns fühlen. Erst wenn die Maschine (der Arzt, der nach seinen Vorschriften handelt, deren Einhaltung ihm seinen Lebensunterhalt sichert) sagt, ja, du bist krank, erst dann dürfen wir uns einer Genesung zuwenden.

 

 

Schluss​​​​​​​folgerungen

 

 ​

1​.​ ​ Leidet unsere Gesellschaft in zunehmenden Mass nicht doch an einer (unbewussten) nekrophilen Todessehnsucht? Wie könnte sich das manifestieren? Vielleicht u.A. auch an der zunehmenden Verherrlichung einer nekrophilen männlichen Homosexualität, als das (alleinige) schützenswerte, wo mit dem lebenspendenden (biophil) männlichen "Zauberstab" nekrophil in den Exkrementen des Partner "gestochert" wird, anstatt biophil (das Leben fördernd) in einer weiblichen Vagina, wodurch ausschliesslich neues Leben (biophil) hervorgehen kann?.

 

2.  Das Gewand des Priester in röm. kath. Kirche ist doch komischerweise schwarz, die Farbe der Nacht, des Todes, des Luzifers? Doch wie die Nacht die Sehnsucht nach dem Licht, das Böse die Sehnsucht nach dem Guten erst weckt. Und was bedeutet es im edelsten geistig christlichen Gebete, wenn im "Vater unser" heute ca. 1,8 Milliarden Katholiken weltweit völlig unbekümmert u.A. beten: "Vater führe uns NICHT in Versuchung"?. Bitten den geistig noch gesunde Kinder ihren leiblichen Vater (werdet wie die Kinder) dass er sie nicht in Versuchung (nekrophil zum Schlechten) verführe? Ist dies nicht eine Beleidung für "Gott Vater"? Steckt darin nicht die (nekrophile) Versuchung Luzifers, des Bösen schlechthin? Denn wer verführt? Ja ausschliesslich das Böse, zum Krieg, Betrug, Diebstahl, töten usw.

 

3. Man kann und darf als eigentlich biophiler Christ/In dies selbstständig korrekt "umorgeln" wie folgt: "Vater führe mich IN der Versuchung". Wie die Kinder den leiblichen Vater, so haben wir Erwachsenen doch auch speziell bei Versuchungen den Beistand unseres "Gott-Vaters" absolut nötig um widerstehen zu können. Denn es ist nicht "Gott Vater" der uns zum Bösen "verführt, sondern "SATAN, Luzifer. Herrscher dieser (materiellen) Welt ist Satan, denn Jesus lehrte auch: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Deshalb bin ich auch der Meinung dass die CVP das "C" ruhig aus ihrem Parteilogo entfernen kann. Übrigens ist meine Wenigkeit mit 17 Jahren bereits konsequent aus der röm.kath. Kirche ausgetreten.

 

4.  Ich selber bin davon wirklich immer noch überzeugt, nämlich dass eine gute Mehrheit der Politiker/Innen zu Beginn ihrer Polit-Karriere an sich ehrliche gute Absichten haben, nämlich wie sie nach ihrem eigenen "Gusto" die Welt subjektiv wahrzunehmen in der Lage sind, mit Gutem (biophil) zu verändern. Meine Lebenserfahrungen sagen mir jedoch auch, dass eine Mehrheit der Vorgenannten, sobald sie einmal vom Besitz- & Machtrausch zwangsläufig gefangen genommen wurden, gar nicht mehr in der Lage sind, dann den vielfältigen nekorphilen VERSUCHUNGEN standhaft zu widerstehen, sondern viel zu leicht diesen nekrophilen Versuchungen "erliegen". Mag dies mit ein Grund sein dass eine Volksweisheit besagt: "Der Krieg ist die Fortsetzung der (falschen) Politik". Da wäre es absolut sicher sehr hilfreich - wenigstens einmal pro Tag - früh am Morgen sich zu sammeln um bescheiden GOTT Vater demütig zu bitten: "Vater führe mich IN der  Versuchung, und erlöse mich vom Bösen". Denn (nur) wer bittet, "anklopft", dem wird aufgetan und gegeben um was (geistiges) er bittet. Millionär kann man nicht werden, ausser man tut (sät) viel Gutes und erntet dann ebenso Gleiches im Mehrfachen.

 

 

 

Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.

 

 

L​​​​eben allein genügt nicht,

sagte der Schmetterling,

Sonnenschein, Freiheit

und eine kleine Blume muss man auch haben.

 

 

 

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(6 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte February 2020

Einmalig aufschlussreiche;

​Landesverweis und Haft für «Fettli-Nadir»:

De​r frühere Talkshow-Kultgast Nadir R. musste sich am Donnerstag vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Man nehme es mit Humor:

https://www​.20min.ch/schweiz/zue​rich/story/-Fettli-Na​dir--wehrt-sich-gegen​-Urteil-24322519




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59%
(17 Stimmen)
Brian Bader sagte January 2020

«Wird die Gesellschaft zunehmend nekrophiler?»

Herr​ Hottinger, nekrophil für eine Gesellschaft zu bezeichnen ist komplett veraltet und stammt noch aus den 70er Jahren. Dieser Begriff verwendet heute kein Mensch mehr für eine Gesellschaft. Heute nennt man das Sozial- oder Gesellschaftscharakte​r.

https://de.wikipedi​a.org/wiki/Sozialchar​akter




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53%
(17 Stimmen)
Brian Bader sagte January 2020

Ihr Schlusswort hat wenig mit der kopierten Abhandlung zu tun, Herr Hottinger.

http://​www.irwish.de/Site/Ne​kro.html

Was Fromm unter Nekrophilie verstand und kurz zusammengefasst:

«​Mit Nekrophilie meine ich die Liebe zu allem, was mit Gewaltanwendung und Destruktivität zu tun hat; der Wunsch zu töten; die Bewunderung von Macht; das Angezogensein von Totem, von Selbstmord, von Sadismus; der Wunsch, Organisches mit Hilfe von „Ordnungschaffen“ in Anorganisches zu verwandeln. Da dem Nekrophilen die erforderlichen Eigenschaften für Kreatives abgehen, ist es ihm in seiner Unfähigkeit ein Leichtes, zu zerstören, denn für ihn dreht sich alles nur um Gewalt.» (Erich Fromm)

Weder Ihre Homosexuellen, noch Politiker, noch unsere Gesellschaft in der Schweiz erfüllen das, was Fromm mit Nekrophilie gemeint hat. Wenn jemand bei uns Suizid begeht, wird er bestimmt nicht als Nekrophil bezeichnet. Fromm hat auch nie Homosexualität mit Nekrophilie in Verbindung gebracht. Es äusserte sich vielmehr um die Funktionalität beider Geschlechter, aber nicht ausführlich über Schwule. Einzig in seinem Buch «Die Kunst des Liebens» geht er vage auf die Homosexualität ein, oder in einem Artikel: «Wandel im Verständnis der Homosexualität». Mit Destruktivität meinte er Zerstörungswut, Grausamkeit, Mordgier. Unter Bewunderung von Macht verstand er Politiker, Diktatoren, Könige und Generäle, die ihre militärische Macht ausspielen (Militarismus).

Nekrophilie umfasst das ganze Sortiment (oben) und Fromm verwendete bei seiner Pathographie über Hitler diesen Begriff, weil alles auf Hitler zutraf. Unsere Gesellschaft (als Ganzes) in der Schweiz als destruktiv (schon gar nicht nekrophiler) zu bezeichnen, finde ich nicht angemessen.

Nekrop​hilie mit Homosexuellen gleichzusetzen ist falsch und abwertend, Herr Hottinger.

„Die Biophilie ist die leidenschaftliche Liebe zum Leben und allem Lebendigen; sie ist der Wunsch, das Wachstum zu fördern, ob es sich nun um einen Menschen, eine Pflanze, eine Idee oder eine soziale Gruppe handelt.» (Erich Fromm)

Dies trifft auch auf Homosexuelle zu und hat überhaupt nichts mit Ihrem «KOT zu tun. Wachstum heisst nicht zwangsläufig, dass sich alle Menschen vermehren sollen. Wenn Sie es genau nehmen wollen, haben auch Sie eine Neigung zur Nekrophilie, indem Sie «totes Fleisch» essen. Oder sind Sie Veganer?



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40%
(15 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2020

Die biophile Ethik

Wenn die liebevolle Sorge um das Wachsen und Sich-Entfalten einer lebendigen Struktur das allgemeinste Prinzip des praktischen Handelns ist - der Natur gegenüber im allgemeinen und den Menschen und vor allem den Kindern gegenüber im besonderen - dann ist dies zugleich das allgemeinste Prinzip der von Erich Fromm so genannten „biophilen Ethik”:

„Die biophile Ethik besitzt ihr eigenes Prinzip des Guten und Bösen. Gut ist alles, was dem Leben dient; böse ist alles, was dem Tod dient. Gut ist die ‘Ehrfurcht vor dem Leben’, alles was dem Leben, dem Wachstum, der Entfaltung förderlich ist. Böse ist alles, was das Leben erstickt, einengt und alles, was es zerstückelt”.

In seinem Buch „Die Revolution der Hoffnung” hat Erich Fromm die „biophile Ethik” als seinen ethischen „Standpunkt” bezeichnet: „Das Wertsystem, das dem in diesem Buch vertretenen Standpunkt entspricht, gründet sich auf Albert Schweitzers Ehrfurcht vor dem Leben’. Wertvoll oder gut ist danach alles, was zu einer besseren Entfaltung der spezifischen menschlichen Fähigkeiten beiträgt und was das Leben fördert”

Hieraus wird nochmals deutlich, dass es nicht zuerst um das eigene Wachsen und Sich-Entfalten geht: „Gut” oder ein „Wert” ist nicht einmal primär ein bestimmtes Seiendes für sich - weder die Struktur einer Person noch ein Lebendiges in der Natur; „gut” ist vielmehr zuerst und vor allem ein Handeln, das „das Leben fördert”, das die „Liebe zum Leben” fördert, das die Entfaltung des Lebendigen fördert, das also für ein anderes Lebendes oder für eine gemeinsame Struktur gut ist. Die Biophilie ist ein Handlungsprinzip.
Es​ ist deutlich, dass hiermit nicht bestimmte einzelne Handlungen, Methoden oder Techniken gemeint sind. Vielmehr meint Erich Fromm mehr die allgemeine Grundrichtung des Willens oder auch die allgemeinen gesellschaftlichen Strukturen, die dem Menschen förderlich oder aber hinderlich sind. Genau dies ist ja auch der Sinn eines „Prinzips” (oder eines „regulativen Prinzips”, wie Kant sagen würde), dass es so weit „zurück” verlegt wird, dass es ein Erstes, Ausgangspunkt, Wichtigstes und Allgemeinstes ist, das gerade auf diese Weise für jedes einzelne Handeln verpflichtend bleiben kann.

Ethic

"Wi​ssenschaft ohne Gewissen bedeutet den Untergang der Seele."
von Francois Rabelais






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47%
(17 Stimmen)
Frank Wagner sagte January 2020

Herr Hottinger, wenn Sie Homosexuellen eine Sexualpraktik vorwerfen weil sie nicht "lebensfördernd" ist, müssten Sie dann das gleiche nicht auch heterosexuellen Paaren vorwerfen, die sexuell verkehren ohne das dies der Fortpflanzung dient/dienen soll? Beispielsweise mit Verhütungsmitteln oder sterilisiert Sex haben? Oder Frauen nach der Menopause beteiligt sind? Sexuelle Betätigung ohne Geschlechtsverkehr? Heterosexuelle Paare die Analverkehr haben? Sind Sie der Meinung Sexualität ist wertlos wenn sie nicht ausschliesslich der Fortpflanzung dient?

Wieso beziehen Sie Ihre Kritik an der Homosexualität ausschliesslich auf die männliche Homosexualität, auf das "herumstochern in Exkrementen"? Auch wenn Frauen miteinander Sex haben ist das doch nicht lebensfördernd, oder?

Homosexualit​ät ist keine rein sexuelle Sache. Homosexuelle Menschen verlieben sich ineinander, möchten eine Beziehung führen ... sollte man das unterbinden nur wegen Ihrer Abscheu vor Analverkehr? Muss man Menschen die diese Neigung haben unglücklich machen, nur um irgendeiner Sexualmoral zu folgen die Dinge ächtet die niemandem schaden? Ist es nicht so, das abgesehen vom Fortpflanzungszweck sexueller Kontakt eine besondere Form von Nähe ist die viele Menschen geniessen? Wenn Sie das auch so sehen, warum möchten Sie das Homosexuellen verweigern?

"Ich war nicht davon überzeugt, dass ich schwul bin, bis ich mich zum ersten Mal in einen Mann verliebt habe. Von da an war es klar. Es geht nicht darum, ob du mit einem Mann oder einer Frau ins Bett gehst, sondern in wen du dich verliebst."

George​ Michael

Zu Ihrem Punkt 4:

Mal ein Beispiel: ist derjenige der Flüchtlinge aufnehmen oder gar aus Flüchtlingslagern holen will der Nekrophile? Oder nicht eher derjenige der das kritisiert und verhindert sehen möchte? Der für die Not von Menschen die ausserhalb seines Lebensbereiches leben kein Auge und kein Verständnis hat?

Ich denke, das die allermeisten Politiker subjektiv davon überzeugt sind ihre Aufgabe richtig zu machen, beziehungsweise für Dinge einstehen die sie für wichtig und richtig halten. Zudem kann beispielsweise der Abgeordnete eines Parlaments oder auch der vom Parlament kontrollierte Minister/Bundesrat kaum in einen "Machtrausch" verfallen, das kommt eher bei Autokraten vor. Ich denke das Problem hier sind eher Leute die es sich zu einfach machen die Motive anderer nachzuvollziehen: man denkt nicht darüber nach warum jemand so denkt wie er denkt ... man erklärt sich alles mal schnell eben über Verschwörungstheorien​.

Was ich nicht verstehe ist, das Sie hier den grössten Teil eines Textes mit der Definition eines Begriffes füllen den Sie scheinbar aus irgendeinem Grund verwenden wollen, obwohl es eigentlich simple deutschsprachige Begriffe gibt. Sie kommen erst in Ihren Schlussfolgerungen zum Thema, ich hätte fast kurz vorher aufgegeben weiterzulesen. Wozu das?

"Eine gute Rede ist eine Ansprache, die das Thema erschöpft, aber keineswegs die Zuhörer"

Winston Churchill


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38%
(16 Stimmen)
Georg Bender sagte January 2020

Welchen nutzen macht das Wissen aus, was Nekrophilie bedeutet? Gar keine, es ist die Beschreibung einer widernatürlichen Sexualität, welche die Philosophen Fromm und Freud unterschiedlich beschreiben!

Viel wichtiger wäre es für die Menschheit doch, endlich zu begreifen, dass der Begriff Zahler als Tausch der gegenseitigen Leistung zu verstehen ist.
Die Geldschöpfung ist die Promotion der Leistung und folgt der Bedürfnisabdeckung und nicht der Erwerbsarbeit!

Der Steuer- und Sozialzahler sind bewusst kreierte Phantome welche es im wahren Leben nicht geben kann!
Die Geldschöpfung als Promotion der Leistung, alimentiert die Systeme. Die Abdeckung der Bedürfnisse, wird mit gegenseitiger Leistung erbracht. Der Staat ist eine Sonderakteur der Wirtschaft, welcher die Preise diktiert! Die Umlage ist direkt zwischen Wirtschaft und Staat vorzunehmen, denn die anteiligen Wirtschaftseinnahmen sind das Resultat der Ausgaben des Staates, Soziales und Gesundheit.

Diese Logik, sollte im Denkvermögen jedes Menschen mit einem IQ knapp über der Fiebergrenze eingespeichert sein.

Nekrophilie hin oder her, das Wesentliche sollte man begreifen können, damit man die Betrügereien erkennen kann!



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