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Zeitraumbeschwerde gegen #SRFglobal

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Ombudsstelle SRG.D
c/o SRG Deutschschweiz
Fern­seh­strasse 1-4
8052 Zürich

 

Zeitraumbesc​​​​hwerde​ gegen die Berichterstattung zweier Sendungen des Formats #SRFglobal vom 06.09. und vom 01.11.2018 wegen Verstosses gegen das RTVG (Art. 4) und das Strafrecht (Art. 258)

 

Sehr geehrter Herr Blum

 

Sie haben Eintreten auf meine „globale“ Zeitraumbeschwerde gegen die Berichterstat­tung der Abteilungen (Geo)politik, Ökonomie, Kultur, Wissenschaft und allenfalls wei­tere des SRF der SRG vom 09.10.2018 aus formalen Gründen abgelehnt, mir aber freundli­cherweise ein Gespräch mit Ihnen, Ihrem Stellvertreter und zwei Vertretern des SRF der SRG angeboten mit Terminvorschlägen im nächsten Frühjahr. Miteinander reden ist immer gut, einander zuhören noch wichtiger, selbstverständlich immer auf Augenhöhe.

Offenbar muss ich meine „globale“ Zeitraumbeschwerde an einem bestimmten Format des SRF der SRG exemplifizieren. Ich tue dies mit Einreichung dieser Zeitraumbeschwerde ge­gen die Berichterstattung von #SRFglobal, zur Einhaltung der Fristen leider vor jenem von Ihnen ange­botenen Gespräch.

Hierbei versuche ich mich etwas in „Story-Telling“, welches als höchste journalistische Tu­gend die wahrhaftige Investigation offenbar weitgehend abgelöst hat, und halte mich zu un­serer Ent­las­tung möglichst kurz indem ich erkläre, dass meine „globale“ Zeitraumbe­schwerde vom 09.10.2018, samt Quellenverweisen (Hyperlinks), integraler Bestandteil dieser Zeitraum­beschwerde ist. Ich habe jene deshalb nochmals bei­gelegt und vertraue auf Ihre Integrität, sie in Ihrer Beschwerdeantwort an dieser Stelle ein­zufügen.

 

1. #SR​​​​​Fglobal – Russland: hofieren oder boykottieren?, vom 06.09.2018

In den Anschein seriöser Investigation erweckendem Ambiente samt Verhörlampe im Design der 1950er-Jahre erklären uns Florian Inhauser, der deutsche Publizist Jens Siegert und der zugeschaltete SPD-Abgeordnete Knut Fleckenstein die Welt im allgemeinen, die Beziehung des Westens zu Russland im speziellen, vermutlich weil unser Gehirn hierbei nicht im Mo­dus „kritische Prüfung“ sondern „entspannte Unter­haltung“ funktioniert, in eingängigem „Infotain­ment-Stil“.​​​​​

Leider ist bereits die Prämisse der Sendung falsch. Das derzeit herrschende USA / NATO-Impe­rium erliess Sanktionen gegen Russland nicht wegen dessen „Annexion der Krim“ und „Un­terstützung pro russischer Separatisten in der Ukraine“, sondern um Russland endlich in die Knie zu zwingen, in be­währter imperialer Logik durch Induzieren von Leiden in der russi­schen Bevölkerung, welche in Unkennt­nis der Realität ihren Unmut gegen die eigene Regie­rung wenden, diese bes­tenfalls abwählen, schlimmstenfalls gewaltsam stürzen soll, letzteres bei Bedarf mit „westli­cher“ Hilfe als „humanitäre Intervention zur Wiederherstellung von Ord­nung, Demokratie, und Menschenrechten“ samt (Mit)finanzierung mit Vorliebe fa­schistoider oder sogar faschistischer westlicher oder islamistischer Söldner.

Zuerst war das 1990 u.a. von US-Präsident Bush und US-Aussenminister Baker Präsident Gorbatshov gege­bene Versprechen, als Gegenleistung für das aus russischer Sicht überaus grosszügige Entgegenkommen der Wiedervereinigung Deutschlands, samt Integration Ge­samtdeutschlands in die NATO, letztere nie über die Grenzen der ehemaligen DDR hinaus gegen Russland auszudehnen. Dann kam das notori­sche Brechen dieses Versprechens. 2008 deklarierte der russische Aussenminister Lavrov Georgien und die Ukraine als „rote Linien“ Russlands gegen die weitere Expansion der NATO. Noch später unter­stützten die USA / NATO den Regime Change in der Ukraine durch zum Teil Faschisten, gemäss „Ma­dame f*** the EU“ Victoria Nuland mit fünf Milliarden Dollar. Erst dann wollten sich die mehrheit­lich russische Bevölkerung der Krim Russland anschlies­sen, im Übrigen nicht im Rahmen einer gewaltsamen Annexion sondern gewaltlos am ehe­sten einer Sezession, und Russland seinen Flottenstützpunkt in Sewastopol und die im Os­ten der Ukrai­ne lebende rus­sische Be­völkerung schützen. Man stelle sich, zumindest für einen Au­genblick seiner kostba­ren Zeit, einmal vor was die USA wohl tun würden nachdem Russ­land die pro amerikanische Regie­rung Mexi­kos völkerrechtswidrig durch eine pro russische ersetzt hätte.

Wenn die Prämisse falsch ist, ist auch fast alles daraus Gefolgerte falsch, weshalb ich zu unserer Entlastung auf das Nennen weiterer Beanstandungspunkte dieser Sendung ver­zichte zugunsten der einfachen Gegenüberstellung der defragmentierten kontextualisierten bekannten Fak­ten respektive der Realität: Hier und hier.

Erwähnenswert erscheint mir doch noch das infantile sich lustig machen über den „Hoch­zeitstanz“ der österreichischen Aussenministerin Karin Kneissl, von der man im Übri­gen halten darf was man von ihr halten will, mit Hochzeitsgast Präsi­dent Putin. Ich frage mich, wie das SRF der SRG wohl über ihren imaginären Hochzeitstanz mit Hoch­zeitsgast Präsi­dent Obama berichtet hätte, der immerhin Dinge wie die Beaufsichtigung der weiteren Ver­armung der meisten Amerikaner und der Zerstörung von Libyen, Syrien, der Ukraine und des Jemen, die Verdoppelung des amerikanischen Schuldenbergs, die Aus­weitung Präsident Bushs „drone kill list“, die weitere Stärkung Saudi-Barbariens, das F(o)unding von ISIL und den Ab­wurf von bis zu 26171 Bomben pro Jahr auf sieben Länder wider das Völker­recht auf seinem Kerbholz hat.

Immerhin scheint die Mehrheit der westlichen Führer die derzeitige Aussichtslosigkeit eines Regime Changes in Russland mittlerweile eingesehen zu haben. Sendungen wie diese – wenn ich einem Story-Teller zuhören will entscheide ich mich nicht für Florian Inhauser son­dern für Trudi Gerster – sollen uns nun vermutlich erklären weshalb und wie sich das NATO-Narrativ ändert und weiter gesponnen wird. Dass und weshalb derartige uns auch vom SRF der SRG aufgebunde­nen Mythen für uns alle mittlerweile lebensgefährlich geworden sind, habe ich in meiner Zeitraumbeschwerde vom 09.10.2018 ausgeführt.

 

2. #SRFglobal –  Die Rückkehr der Spione, vom 01.11.2018

Im selben oben erwähnten eingängigen Rahmen erklären uns Florian Inhauser, der „Ge­heimdienstexperte​​​​​“ Erich Schmidt-Eenboom und die zugeschalte­ten SRF-Korrespondentin­n​​​​​en Luzia Tschirky (Moskau) und Henriette Engbersen (London) die Welt im allgemeinen, (russische) Spione im speziellen.

Leider ist auch hier bereits die Prämisse der Sendung falsch. „Spione“ waren noch nie weg. Neu ist bloss das in dieser Intensität seit dem Ende des „kalten Krieges“ erstmalige NATO-Narrativ: „Wir sind an fast nichts, Russland ist an fast allem schuld.“

Nach etwas Boulevardunterhaltung​​​​​ zu Geheimdiensten und James Bond, kurzem Antönen, dass u.a. auch der saudi-arabische und der türkische Geheim­dienst viel verbrochen haben und Florian Inhausers Darstellung der bisher nicht bewiesenen Meinung, 2016 wären die DNC-Server nicht geleaked sondern gehackt worden, und dann auch noch von Russland, als Tatsache, positioniert sich Erich Schmidt-Eenboom unter Verweis auf seine frühere Kritik auch an westlichen Geheimdiensten wie dem BND als „möglichst objektiven Ge­heimdienst­experte​​​​​n“.

Auf dieses Vorspiel folgt der eigentliche Kern der Sendung. Die beiden sympathischen Kor­res­ponden­tinnen​​​​​ Lu­zia Tschirky und Henriette Engbersen erzählen uns das NATO-Nar­rativ zur „Causa Skripal“. Sie suggerieren hierbei auch Dinge wie „Russland könnte die Be­richter­stattung des SRF aus Moskau stören (wollen)“ und wundern sich beispielsweise über eine nochmali­ge Rück­kehr zweier tatverdächtiger möglicherweise russischer GRU-Agenten we­gen zu viel liegen­den Schnees nach Salisbury, beispielsweise aber nicht darüber, dass diese angeblich mit dem extrem toxi­schen Novichok hantiert habenden wohl ordentlich be­zahlten angeblichen Atten­täter angeblich im Auftrag Präsident Putins sich in ihrem Hotel nicht einmal ein bei einem „Unfall“ viel­leicht le­bensrettendes eigenes Badezimmer leisteten, sondern bei allfälliger Selbstkontami­nation geduldig auf dem Gang vor der Gemein­schaftsdusche hätten anstehen müssen. Dass die Behauptung "Putin wollte erfolglos einen in Russland zuerst jahrelang inhaftierten, dann im Agentenaustausch "be­gnadigten" russischen Doppelagenten, samt dessen Tochter, in Eng­land ein paar Meilen vom britischen Chemie­waffenforschun​​​​​gs­zentrum Porton Down(sic!) ent­fernt mit russischem(sic!) Gift­gas umbringen las­sen" über­haupt ziemlich absurd klingt und deshalb apriori nicht „highly likely“ sondern sehr unwahr­scheinlich ist, erzählen sie uns nicht. Vielmehr deklariert der „möglichst objektive Geheim­dienstexperte“​​​​​ Erich Schmidt-Eenboom diese bisher nicht be­wiesene NATO-Meinung zur „Causa Skripal“, auf explizite Nachfrage von Florian Inhauser, als unbe­streitbare Tatsache.

Er stellt das angebliche russische Kapitalverbrechen als „potenzielle Überläufer abschre­ckenden plausiblen Signalmord“ dar – als würden solche nicht mitbekommen wenn andere Überläufer plötzlich überraschend serienweise „Selbstmord“ begingen – und erwähnt süffi­sant, dass Präsident Putin den offensichtlichen Landesverräter Skripal öffentlich ehrlich ei­nen „Drecks­kerl“ genannt hat jedoch beispielsweise nicht, dass Hillary Clinton in vertrautem Kreis über den mutigen Whistleblower Julian Assange (un)heimlich gesagt hatte: „Can’t we just drone this guy!“ (vgl. Bild links). Derweil erklärt die russische Regierung seit Monaten, dass sie bei der Aufklärung der „Causa Skripal“ zur Zu­sammenarbeit mit derjenigen Grossbri­tanniens bereit ist, dies von letzterer unter Verweis auf „Belange nationaler Sicher­heit“ aber bis heute verweigert wird (vgl. Bild rechts).

Anschliessen​​​​​d hören wir den Mythos von den fast immer versagenden Geheimdiensten so­wie vom offenbar erfreulicherweise steigenden Anteil weiblicher Psycho­pathen in allen Ge­heim­diensten – professionelle notorische Lügner, Betrüger und (Mas­sen)mörder – als bräuchten wir nicht endlich Quoten anstatt für Frauen für empathische Menschen jeglichen Geschlechts in Führungs- respektive Machtpositionen, wobei die Psychopathie-Forschun​​​​​g davon aus­geht, dass es unter Frauen etwas weniger Psychopathen gibt als unter Männern.

Dann wird doch auch noch etwas über westliche Geheimdienste im allgemeinen, die CIA im speziellen, parliert, ohne auf deren alle anderen Geheimdienste um Grössenordnungen über­steigendes Sündenregister – nur schon deren gefühlte 100 Regime changes und An­griffs­kriege wider das Völkerrecht von Iran (CIA/MI6 Operation Ajax, 1953) über Chile (CIA Pro­ject FUBELT, 1973, samt erstmaligem praktischem Test des Neoliberalismus durch Milton Friedman / Chicago Boys in Pinochets Militärdiktatur) bis zur Erschaffung des „islamisti­schen Terrorapparates“ als geopolitische Waffe (CIA Operation Cyclone) von 1979 zur Provokation des Einmarschs der Sowjetunion im hierdurch destabilisierten Afghanistan sechs Monate später bis Syrien (CIA Operation Tim­ber Sycamore, ab ca. 2011) – einzugehen. Auch die Tatsache, dass das offizielle Budget der US-Geheimdienste und deren Auslagerungs­grad an Private noch nie so hoch waren wie heute, von zusätzlichen Einnah­mequellen (z.B. Drogen- und Waf­fengeschäften) ganz zu schweigen, ist die Redaktion von #SRFglobal nicht einmal die Äusse­rung einer Meinung zu diesem Thema wert.

Schliesslich legt Erich Schmidt-Eenboom noch einen drauf: Unwider­sprochen darf er den Mythos vom „grausamen Regime in Damaskus“ deponieren ohne für seine Meinung Tatsa­chen zu nennen. Ob er hierbei die Brutkastenlüge 2.0 von Al Jazeera aus dem angeblich immer letzten verbliebenen angeb­lich von Präsident Assad angeblich mit Fassbomben bom­bardierten angeblichen Spital (hier angeblich in Aleppo) meint, bleibt sein Geheimnis.

Nach dieser "Lehrhalbenstunde" in Aufklärung des uns gesetzlich verpflichtet „ausgewogen umfassend informieren müssenden“ SRF der SRG schaltet der mediane diesem vertrauende ver­ängstigte Serafe-Zahler, dem tagsüber von der Wochenzeitung über den Tagesanzeiger und die NZZ bis zur Weltwoche schon alle Leitmedien dasselbe versichert hatten, nämlich immer der Gute respektive bei den Guten zu sein, sein Empfangsgerät aus. Er wirft einen kurzen Blick in sei­nen Vorgarten zur Versicherung, dass der früher „böse islamistische Terro­rist“, für dessen Be­kämpfung er klaglos viele NATO-Regime Changes und Angriffskriege wi­der das Völkerrecht und die zunehmende Beschneidung seiner Freiheit durch immer noch kom­plettere Überwachung in Kauf genommen hatte, nun der „böse Russe“ noch nicht dort angelangt sind, schüttelt ob des ihm immer noch unerklärlicheren immer noch grösser wer­denden Wahn­sinns in der scheinbar immer noch komplizier­ter werdenden Welt kurz den Kopf und geht dann zu Bett. Erneut faktisch unbegründet ver­ängstigt wird ihm vor dem Ein­schlafen noch­mals bewusst, dass zu seiner und der Verteidi­gung der „westlichen Wertege­meinschaft“ ge­gen das „hyperaggressive Russland“ die erst etwa fünfzehnmal höheren Rüs­tungsausgaben der NATO als diejenigen Russlands weiter erhöht werden müssen. Da­von, dass das unglaublich kompliziert Erscheinende in der Realität unglaublich einfach sein könnte, dass er vielleicht bloss fast alles umdrehen müsste, um die unglaubliche Einfach­heit im der Welt von superrei­chen unglaublich simpel funktionie­renden Psychopathen überge­stülpten Anti-Universum er­kennen zu können, in wel­chem die Lüge die Wahrheit, die Satire die Realität, das Unrecht verrechtlicht ist und, seit 9/11, sogar die Naturgesetze auf dem Kopf stehen, kann er weiter­hin bloss träumen.

 

3. Fazit

Ich finde die mittlerweile weitgehende Entkoppelung der privaten Leitmedien, samt öffentlich-rechtliche​​​​​m SRF der SRG, von der (geo)politischen Realität mit Nichtberichterstattun​​​​​g wich­tiger Realitäten und / oder Darstellung von blossen Meinungen als wären diese Tatsachen, erschreckend. Wie in meiner „globalen“ Zeitraumbe­schwerde vom 09.10.2018 ausgeführt, wären vermutlich auch immer mehr andere hierüber immer besorgtere Serafe-Zahler schon zufrieden, wenn uns die SRG und alle anderen Leit­medien nicht bloss (geo)politische My­then son­dern wenigstens auch(sic!) das jeweils andere Nar­rativ erzählen sowie über die wichtigsten Realitäten überhaupt berichten würden. Während wir uns über die defragmen­tierten kontextualisierten derzeit bekannten Fakten respektive Tatsa­chen respektive die Rea­lität bisweilen zivilisiert streiten können und müssen, ist es un­be­streitbar, dass wir bei einer Meinungsverschieden­h​​​​​eit immer beide Sei­ten respektive beide Narrative zivilisiert anhören müssen. Ich wünsche mir und weiss, dass ich mit meinem Wunsch nicht allein dastehe, dass uns alle Journalisten/innen der Leitmedien nicht mehr irgendwelche Stories „tellen“ sondern stellvertretend für uns die Welt aus möglichst vielen Perspektiven investigieren und uns dann als wahrhaftige Reporter mutig über ihre hier­bei gewonnen Erkenntnisse nüchtern rapportie­ren. Für Journalismus, der uns diese Arbeit ab­nimmt, be­zahlen wir gerne!

Wie bei jeder Auflösung eines unserer multiplen Verblendungszusammenh​​​​​änge respektive Aufklärung ist in Zeiten der aktuellen, nach der scheinbaren Aufklärung, die Menschen­rechte und Demokratie bloss der westlichen Elite zuerkannt hatte, realen Auf­klärung, welche Men­schenrechte und Demokratie allen Menschen zuspricht, die Menschheit vorübergehend ge­spalten und jede Seite davon überzeugt, selbst richtig zu liegen und die andere Seite falsch. Sind wir derart verwirrt, dass wir nicht wissen welche Seite Aufklärung und welche Seite Ge­genaufklärung betreibt, empfehle ich immer auf den Ton und darauf zu achten, welche Seite sich an Moral, Recht, Naturgesetze und die Realität hält und welche dies alles dogmatisch leugnet, an immer noch absurder werdenden Mythen festhält und immer noch verzweifelter zur Unart(igkeit) der Diffamierung Andersdenkender greift.

Meines Erachtens verstossen diese beiden Sendungen von #SRFglobal im speziellen, die (geo)politischen Formate des SRF der SRG im allgemeinen, nicht nur gegen das RTVG sondern auch gegen das Strafgesetz: „Schreckung der Bevölkerung“ durch faktenarme bis -freie (un)bewusste Förderung von zuerst Islamophobie dann Russopho­bie zur Beförderung der geopoliti­schen NATO-Agenda im Aus- und Inland.

Charisma, die Ausstrahlung des authentischen Seins, oder Narzissmus, die Ausstrahlung des verblendenden Scheins, ist fast immer die alles entscheidende Frage. Wie Präsident Putin (vgl. Oliver Stones „Putin Interviews“ Part 1, Part 2, Part 3 und Part 4 sowie Professor Stephen F. Cohen, der vielleicht kompetenteste lebende westliche Historiker zum Thema Russland) viele Illusionen über den Westen verlieren musste, musste ich Westler viele Illu­sionen über den Westen verlieren. Ich denke, alle Westler müssen viele Illusionen über den Westen verlieren damit wir uns in eine gerechtere, sozialere, menschlichere und friedlichere Menschheit weiter ent­wickeln können.

"Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Reali­tätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handle es sich um blosse Meinungen."
(Hannah Arendt)

...und mit blossen Meinungen so, als handle es sich um Tatsachen, möchte ich anfügen.

 

Das SRF der SRG der weltweit privilegierten Schweiz hat das Privileg, sich als erstes gros­ses Ge­genaufklärungs- in ein Aufklärungsmedium zu transformieren. Es wäre schön, wenn es diese einmalige Chance ergreifen würde. Dass die neue SRF-Direktorin Nathalie Wappler auf meiner Linie liegt, ist Grund zur Hoffnung. Ich warte gespannt auf Ihre Beschwerdeant­wort.

 ​​​​​

Baden, 11.11.2018

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Thomas Binder


Kommentare von Lesern zum Artikel

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29%
(7 Stimmen)
Thomas Binder sagte Vor 23 Tagen

Noch nie hatte es eine Zeit gegeben, in welcher derart vielen für Geheimdienste, PRopagandaagenturen, Kommunikationsfirmen und -berater, Think Tanks, NGOs und Regierungen arbeitenden PRopagandisten derart wenig Wissen über PRopaganda in der Bevölkerung entgegen gestanden hatte wie heute. Deshalb ist PRopaganda heute unglaublich simpel.

Man kann beispielsweise ein einziges derart dilettantisch gemachtes #Spinvideo mit ein paar Laienschauspielern, bestenfalls Puppen schlimmstenfalls Totgeborenen in Totenstarre (ab 2:25) in Inkubatoren und etwas Feuerwerk drehen, kommentieren "Schlächter X bombardiert Frühgeborene seiner eigenen Bevölkerung in Inkubatoren in Spital Y in der Stadt Z", und unter dem Beifall des Mobs grölen die Medien:

"Lasst uns Wohltäter der Menschheit Bestie X und sein s***(w)hole country mit love bombs für Demokratie und Menschenrechten segnen!"

https://w​ww.youtube.com/watch?​v=j2ST7LtnQR0&fbclid=​IwAR1E-n35Ntlv_YNo2g0​vvl7Q3NtIwxrDbJ2kyAUy​2lRC0i-VW-ZiVv161S8
​​​​
Finden beispielsweise nur schon dieses / diesen, je nach Perspektive, Totalversagen / Totalerfolg des MSM-Journalismus samt SRF der SRG die "Daumen-Runter-Mensch​​​​en" nicht doch auch wenigstens ein klitzekleines bisschen verstörend und nicht 100% richtig respektive moralisch korrekt?


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30%
(10 Stimmen)
beb rofa sagte Vor 28 Tagen

Die geopolitische Manipulation von Nachrichten bei Radio und Fernsehen ist ein altes Thema aber erst in letzter Zeit untersucht und aktueller geworden. ( https://swprs.org/srf​-propaganda-analyse/ )
Leider ist das nicht nur in der Schweiz so, In Deutschland ist es noch ausgeprägter. In den Leitmedien wird keine Lesermeinung publiziert, die irgendwie USA-Kritisch ist. (Alternative Internetmedien ausgeschlossen)


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46%
(13 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 29 Tagen

Sämtliche Berichterstattungen und Themendiskussionen im Zusammenhang mit GELD sind falsch, weil sie auf der Basis der Betrugslehrmeinung der Professoren aus der Sekte Fakultät Ökonomie! Auch Wissenschafter?

Wü​rde die Medizin den Herz- und Blutkreislauf auf dem gleichen Niveau verstehen, wie die Professoren aus der genannten Sekte, (Lüge statt Wahrheit) und ihre Handlanger aus Finanzfachkreisen und Regierenden, wäre die Lebenserwartung ziemlich tief!

Herr Blum, hat Herr Prof. E. Baltensperger befragt, ein Sektenmitglied! Frage nicht die Frösche wenn man einen Teich trocken legen will! Die höhere Instanz UBI hat mir untersagt, weiterhin Beschwerden mit der gleichen Begründung vorzunehmen, andernfalls ich die Untersuchungskosten tragen müsste? Fragen an die Sektenmitglieder kostet Geld?

Der indoktrinierte Virus Zahler-Mythos, ermöglicht den Sektenmitglieder und ihren Handlanger die Menschen zu betrügen und zu belügen. Nicht schlimm, Russland ist wichtiger, ich weiss!


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50%
(14 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte Vor 29 Tagen

Ach nein - nicht schon wieder!


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33%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 29 Tagen

Franz Krähenbühl
Kujoniere​n ohne geistigen Inhalt, Ihre Stärke. Die Dummheit müssen die Mitmenschen mittragen!


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62%
(13 Stimmen)
Thomas Binder sagte Vor 29 Tagen

Wie geschrieben ist die wunderbare zukünftige Direktorin des SRF der SRG, Nathalie Wappler, meiner Meinung: Der unsägliche immer noch absurdere Züge annehmende Meinungsjournalismus muss endlich ein Ende nehmen!

""Die neue SRF-Chefin: «Der andere könnte recht haben»
Im ersten grossen Interview seit ihrer Wahl sagt Nathalie Wappler, dass ihre Sender auf Meinungsjournalismus verzichten sollen. Weiter will sie Kultur stärken und mit den Verlegern kooperieren."

http​s://nzzas.nzz.ch/kult​ur/die-neue-srf-chefi​n-der-andere-koennte-​recht-haben-ld.143550​0?reduced=true


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35%
(17 Stimmen)
Frank Wagner sagte Vor 29 Tagen

Sie machen sich tatsächlich mit dem Einreichen von Beschwerden auf Basis von Verschwörungstheorien​ lächerlich? Sehr mutig.


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